Jerichow (red) l Zum erhofften abschließenden Sieg hat es für Futsal-Regionalligist SV Lok Jerichow am Wochenende in zwei Partien nicht gereicht. Doch die Enttäuschung hielt sich im überschaubaren Rahmen. Zu groß ist beim „Quereinsteiger“ die Euphorie nach der Premierensaison.

Das erste Match des Sonnabends bescherte dem gastgebenden SV Lok ein Wiedersehen mit dem FC Rot-Weiß Neuenhagen. Eine 1:18-Niederlage im ersten Vergleich mit den Rand-Berlinern hatte Ende vergangenen Jahres in Jerichow noch für einigen Verdruss gesorgt, umso mehr brannten die „Eisenbahner“ auf eine Wiedergutmachung. In der Anfangsphase kontrollierten die Gäste weitgehend das Geschehen. Ein zu zögerliches Auftreten der Hallenherren wurde mit einem schnellen 0:3-Rückstand bestraft, ehe der Favorit etwas Angriffsfläche bot. Immer wieder startete Jerichow gefährliche Konter und verwertete eine Chance zum 1:3-Anschluss nach knapp einer Viertelstunde. Gestoppt wurde die Aufholjagd jedoch durch den vierten Gästetreffer nach einem Lok-Eigentor und die Halbzeitpause.

In den zweiten 20 Minuten besann sich Neuenhagen auf das Plus an Routine und spielerische Klasse und spielte in der Phase nach Wiederbeginn Katz und Maus mit den Gastgebern. Schnell wuchs der Rückstand auf ein 1:6 an, ehe es die Rot-Weißen wieder etwas ruhiger angehen ließen, um in der Schlussphase erneut aufzudrehen und in den letzten fünf Minuten vier weitere Treffer nachzulegen.

Viel Zeit zum Wundenlecken blieb den Jerichowern indes nicht. Mit dem Futsalteam der HSG Uni Greifswald stand der nächste und letzte Gegner der Saison schon in den Startlöchern. Die Entschlossenheit, einen der beiden Verfolger in der Tabelle hinter sich zu lassen, war sofort spürbar. Zwar überließen die Gastgeber ihrem Kontrahenten erneut weitgehend den Spielaufbau, lauerten jedoch auf Konter und schalteten blitzschnell um, wenn sich die Gelegenheit ergab. Ein knappes 4:6 zur Pause ließ für den zweiten Abschnitt hoffen.

In diesem präsentierten sich die Gäste jedoch zu abgezockt, ließen keinen weiteren Gegentreffer zu und schraubten das Ergebnis mit vier eigenen Treffern wohl in ein wenig zu große Höhen – 4:10.

Auch wenn zum Abschluss der Premierensaison das Erfolgserlebnis ausblieb, überwogen beim SV Lok nach 14 Partien der Doppelrunde die positiven Eindrücke. Hinzu kam, dass mit Maximilian Lange, Tim Rähse, Marc Rückert und Norman Stärke vier Jerichower Mitte Januar wertvolle Erfahrungen sammeln konnten. Gemeinsam mit der sachsen-anhaltischen Landesauswahl blieb beim 3. Länderpokal des Deutschen Fußballbundes zwar nur der 22. und somit letzte Platz, doch im Vergleich mit gestandenen Futsal-Teams und Spielern mit Oberliga-Erfahrung zog sich insbesondere das Lok-Quartett achtbar aus der Affäre.