Burg l Für die Volleyballer des Burger VC beginnt der Saisonauftakt zunächst mit dem Blick in den Rückspiegel. „Dass wir das ambitionierte Saisonziel mit dem Aufstieg in die Regionalliga realisieren konnten, ist für uns ein großer Meilenstein. Die Mitteilung darüber erhielten die Spieler ja lediglich über die Medien. So war die Mannschaftssitzung seither auch das erste Wiedersehen, bei dem wir auf unseren gemeinsamen Erfolg endlich anstoßen konnten“, erklärt Libero Carsten Graßhoff und fügt hinzu, „dass der Blick nach vorn nun aber Priorität hat.“

So sind sich bezüglich des Zielstellung für die kommende Saison alle einig, dass zumindest der Klassenerhalt gelingen soll. Darüber hinaus steht sogar bereits das Idealbild für die nächsten Jahre fest: Die Etablierung des Clubs in Liga vier. „Das wird ein hartes Stück Arbeit für alle“, ist sich Graßhoff sicher. Denn die Vorzeichen für das Abenteuer Regionalliga und das Gelingen der Pläne sind alles andere als günstig. Zwar ist es gelungen, mit Marco Braun und Max Groß einen neuen Außenangreifer und Zuspieler zu gewinnen, doch muss die Mannschaft die neue Saison ohne Mittelblocker Sebastian Behr planen. Der Routinier wird sich der zweiten Mannschaft anschließen und nur im Bedarfsfall in der Regionalliga aushelfen.

Trainersuche ausgesetzt

Ob sich während der Saisonvorbereitung in den nächsten Wochen und Monaten ein weiterer geeigneter Spieler neben Patrick Baldeweg für den Mittelblock findet, ist derzeit noch offen. Bisher laufen zwar weitere Gespräche mit Spielern aus Magdeburg, deren Positionen jedoch vornehmlich der Diagonal- und Außenangriff sind und das klaffende Loch im Block eben nicht schließen. „Alle anderen Positionen sind mittlerweile sehr gut besetzt. Wenn sich nun noch jemand für den Block finden würde, wären wir ein gutes Stück erleichtert“, ergänzt der Libero und gibt die Hoffnung darauf noch nicht auf.

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Auch der freie Platz auf der Trainerbank bleibt vorerst unbesetzt. Die Gespräche mit einem potenziellen neuen Trainer blieben ergebnislos und somit ist Christoph Grothe weiterhin erster und alleiniger Coach des BVC. Für die kommende Saison ist die Trainersuche nun erst mal ausgesetzt. Unterstützung wird Grothe dennoch aus den eigenen Reihen erhalten. Mitunter findet gar Jessyka Postolla wieder den Weg zurück an die Seitenlinie.

An gut ausgebildeten Spielern soll das Vorhaben jedenfalls nicht scheitern, denn etliche im Team, darunter Kapitän Sören Lambrecht, sammelten bereits einschlägige Erfahrung im höherklassigen Bereich und wollen diese gewinnbringend für die Mannschaft einsetzen. Bis es so weit ist, wird zunächst Alexander Behr das Athletiktraining seiner Mannschaft übernehmen. Nach dem Müßiggang der vergangenen Wochen bittet er die Spieler zum Konditionstraining in den Magdeburger Stadtpark, bevor es Anfang August zurück in die Sporthalle geht.

Start in eigener Halle

Nach dem anschließenden sechswöchigen Technik-Training in der Halle unter Grothe wird voraussichtlich Mitte September die Saison mit dem ersten Heimspiel gegen SG Prieros/Königswusterhausen eröffnet. „Bis dahin ist steht vielleicht noch das ein oder andere Vorbereitungsturnier auf dem Plan. Sollte nirgends eins stattfinden, organisieren wir es selbst“, gibt sich Graßhoff optimistisch, dass die endlos lange Pause alsbald ein Ende haben wird.