Fußball l Genthin/Parey/Güsen (bjr) Selbstbewusst, oder wie im Falle des SV 90 Parey zumindest mit einer gehörigen Portion Trotz, gehen die Teams der Landesklasse, Staffel I, ihre Spiele morgen um 15 Uhr an.

SV Germania Güsen (15.) -

Medizin Uchtspringe (12.)

"Einen Sieg und nichts anderes", peilt der Gastgeber nach Aussage seines Trainers Hartmut Kober an, denn: "Es ist ein ¿Sechs-Punkte-Spiel\'."

Zwar würde auch ein voller Erfolg die Güsener nicht auf einen Nichtabstiegsplatz katapultieren, doch wäre der Sieg gegen einen der direkten Konkurrenten enorm wichtig. Kober gibt aus, wie das Unterfangen gelingen soll: "Die Mannschaft muss sich an das 3:0 aus dem Goldbeck-Spiel vor einer Woche erinnern. In der Abwehr stand die Null, wir waren diszipliniert und sind taktisch gut aufgetreten." Eric Kopp, Josef Bonitz (beide verletzt) sowie Ard Schenk (Beruf) müssen auf Seiten der Gastgeber morgen passen.

Borussia Genthin (13.) -

Kreveser SV (2.)

Zwar sind die Rollen klar verteilt, die Altmärker gelten als klarer Favorit, doch liebäugelt man bei den Borussen zumindest mit einem Unentschieden - gezwungenermaßen. "Wir sind jetzt in der misslichen Lage, dass wir zusehen müssen, an Punkte zu gelangen. Gegen Krevese traue ich uns einen Zähler zu", formuliert FSV-Trainer Bernd Schmidtchen.

Zwar unterlag Krevese in der Vorwoche im Derby gegen den SV Liesten mit 1:3, spielt aber trotz personeller Engpässe eine gute Rückrunde. "Wir müssen einfach nur unsere Chancen konsequent nutzen", fordert KSV-Trainer Holm Hansens.

Aufs Vereiteln von Gästechancen versteht sich Felix Bräse zwar gut, doch wird der Genthiner seinem Team morgen gelbgesperrt fehlen. Christian Barske ist zudem verletzt.

SSV 80 Gardelegen (11.) -

SV 90 Parey (16.)

Der Frontalangriff aus Gardelegen kommt in Watte gehüllt daher. Zwar dürfe sein Team den Gast nicht auf die leichte Schulter nehmen, so SSV-Trainer Thorsten Ebeling, aber gleichsam erwarte er "keine große Gegenwehr". Die Aussage klingt nicht nur widersprüchlich, sie fordert förmlich den Konter aus Parey heraus. Coach Heiko Zänkert liefert ihn: "Was passiert, wenn man uns unterschätzt, hat man in der ersten Halbzeit gegen Warnau gesehen. Wir sind im Stande, Fehler beim Gegner zu provozieren und unter Druck Tore zu erzielen."

Zwar reichte es für das Schlusslicht beim 2:5 aus der Vorwoche nicht zu Zählbarem, doch bestätigten die zwei Treffer durch Christopher Hainsch und Danny Schalla Zänkerts Devise "Angriff ist die beste Verteidigung". Allen voran Schalla scheint nach langer Verletzungspause wieder zu alter Form zurückzufinden, wenn auch aus Sicht des SV 90 zu spät. "Man hat gegen Warnau gesehen, warum er eigentlich unverzichtbar für uns ist. Sein Tor war clever gemacht. Vielleicht wären mit ihm einige Spiele anders gelaufen."

Bleibt aus Sicht des SV 90 nur zu hoffen, dass nach der Partie nicht auch mit Blick auf die beiden Ausfälle Christian Einecke (Verletzung an der Wade) und Norman Pecher (Oberschenkelprobleme) wie im Fall Schallas der Konjunktiv bemüht werden muss.