Möser (bjr) l Die Sommersaison hatte für den TC Möser noch nicht richtig begonnen, da war sie für das sportliche Aushängeschild des Vereins bereits wieder vorbei. Die Herren 30 des TCM, 2011 noch in der Ostliga vertreten, waren wie im Vorjahr in der Landesoberliga eingestuft. Doch nach Ablauf der Meldefrist zogen einige Spieler ihre Zusage zurück, der Verein musste die Mannschaft wieder aus dem Spielbetrieb nehmen.

Hansjörg Siebert wäre wahrlich ein besserer Start als Vorsitzender zu gönnen gewesen. Doch der neue alte "Chef" beim TCM, der bereits vor einigen Jahren das Amt ausübte und nun den arbeitsbedingt stark eingebundenen Dr. Hansjörg Schwetke ablöste, will nicht jammern, sondern geht motiviert ans Werk. Mit ersten Erfolgen: "Ein Ziel ist, den Zusammenhalt zu stärken. Wenn ich sehe, dass zuletzt 18 bis 20 Leute bei der Platzpflege dabei waren, ist das zumindest ein Anfang."

Über die Anfänge hinaus gekommen ist dagegen die weibliche U 18. Das Team hat sich nach seinem Aufstieg in die Jugendliga keineswegs nur den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben, sondern will auch einige vermeintlich "Große" ärgern. Ähnlich gesteckt sind die Ziele der Damen 40 und Herren 40 (beide Landesliga).

Trotz der vielversprechenden U 18-Talente "gibt es im Nachwuchsbereich weiterhin Probleme durch fehlende Übungsleiter", so Siebert. Kurzerhand hat der Verein in den Worten des Vorsitzenden "aus der Not eine Tugend gemacht". Neben Christopher Bergling und dessen Tennisschule kümmert sich mit Lucie Deitmer eine Jugendspielerin um das Training der Kinder-Übungsgruppe.

Ein Punkt liegt Siebert übrigens besonders am Herzen. "Wir wollen in Möser mehr Akzeptanz für den Sport schaffen, Berührungsängste und Vorurteile über den vermeintlich ¿elitären weißen Sport\' abbauen." Dazu lädt der Verein alle Interessierten - auch Ungeübte - immer montags ab 18 Uhr auf die Tennisanlage zu einem "Schnuppertraining" ein.