Berlin l Nachdem die Chancenverwertung den Harzern bereits im Heimspiel gegen die VSG Altglienicke einen möglichen Punkt kostete, ließ die Elf am Mittwochabend mit dem 1:1 bei Tennis Borussia Berlin aus dem gleichen Grund diesmal zwei Zähler liegen.

„Unglaublich, dass war wie eine Niederlage am Ende“, zeigte sich Germania-Trainer Danny König auch am Tag nach dem Spiel noch enttäuscht über den verpassten Auswärtssieg. War die erste Halbzeit, was die Chancen betraf, noch auf Augenhöhe, so lag das Plus nach Wiederanpfiff klar auf Seiten der Gäste.

Die Halberstädter agierten im gleichen System wie gegen Altglienicke, allerdings in offensiverer Ausrichtung. „Tennis Borussia hatte zwar viel Ballbesitz, aber das war auch so gewollt. Wir sind höher angelaufen als zuletzt im Heimspiel, weil die Qualität natürlich unterschiedlich ist im Vergleich zu Altglienicke. Das hat uns auch ganz gut getan, wir hatten in der ersten Halbzeit ein paar super Situationen“, erzählt Danny König.

Januario trifft zur Führung

Schon in der ersten Minute hatte Michael Ambrosius nach Eckball die Riesenchance zur Führung, auch TeBe hatte durch Rifat Gelici und Rudolf Dovn Ndualu erste kleinere Möglichkeiten. Mitte der ersten Halbzeit traf Kimbyze-Kimby Januario nach abgewehrtem Schuss von Stefan Korsch zur VfB-Führung (25.). Diese spielte den Halberstädtern angesichts der Konterstellung in die Karten. Die Berliner waren bis auf eine klare Chance von Ndualu (44.) im Abschluss zu harmlos.

Nach Wiederanfiff versuchte Tennis Borussia mit umgestellten System den Druck zu erhöhen, „sie hatten aber nichts Zwingendes“, bescheinigte Danny König seiner Elf eine konzentrierte Defensivarbeit. „Was wir dann allerdings für ,Bretter‘ hatten, das ist unglaublich. Wir müssen zwingend das 2:0 machen, eigentlich mindestens zwei Tore. Und das ist halt schade, dass sich die Jungs nicht belohnt haben für einen richtig großen Aufwand, den sie betrieben haben“, so der Germania-Coach.

Germania lässt Chancen liegen

Benyas Solomon Junge-Abiol (49.), Lukas Ferchow (69.), Batikan Yilmaz (70.) und Michael Ambrosius (75.) hatten Riesenchancen, den Deckel auf die Partie zu machen. Stattdessen gelang den Berlinern sechs Minuten vor dem Ende quasi aus dem Nichts durch den kurz zuvor eingewechselten Marko Perkovic der Ausgleich.

Wenn wir die Tore nicht schießen und das Spiel zu machen, dann kann hinten immer mal einer reinrutschen. Und dann entwickelt sich oft eine Dynamik, dass man solche Spiele sogar verliert“, beschreibt Danny König den oft typischen Verlauf solcher Spiele. Tennis Borussia probierte es zwar in der Schlussphase mit hohen Bällen, der Ausgleichstreffer blieb jedoch die einzige hochkarätige Chance der Berliner in der zweiten Halbzeit. Bereits am Sonnabend geht es für Germania im Heimspiel gegen den SV Lichtenberg 47 gegen die nächste Berliner Mannschaft.

Tennis Borussia Berlin: Fikisi - Samardzic (88. Biyiklioglu), Sakran, Matt, Bilbija, Elezi (46. Önal), Oschmann, Gelici (46. Amamoo), Sennur, Iraqi, Ndualu (73. Perkovic);

VfB Germania Halberstadt: Sowade - Junge-Abiol, Ambrosius, Baudis, Twardzik, Wenzel - Löder (90. Popowicz), Vogt, Korsch (80. Dörnte) - Grzega (62. Yilmaz), Januario (62. Ferchow)

Torfolge: 0:1 Kimbyze-Kimby Januario (25.), 1:1 Marko Perkovic (84.);

Schiedsrichter: Richard Hempel (Großnaundorf);

Zuschauer: 768.