Halberstadt l Das kurzfristig einberufene Testspiel gegen den Regionalliga-Konkurrenten 1. FC Lok Leipzig hat Gastgeber VfB Germania Halberstadt auf dem Kunstrasenplatz im heimischen Friedensstadion mit 2:5 verloren.

Punktspiele abgesagt

Für beide Teams waren regulär Heimspiele angesetzt, aber sowohl Halberstadts Begegnung gegen Budissa Bautzen, als auch die der Messestädter gegen die VSG Altglienicke wurden wegen Dauerfrost und somit der Unbespielbarkeit auf den jeweiligen Rasenplätzen abgesagt.

Beide Seiten starteten mit offenem Visier, wobei Gilian Jurcher allein auf Torwart Christopher Hanf zulaufend, das 1:0 für die Germania auf dem Fuß hatte. Der Treffer fiel nach 20 Minuten für die Leipziger. Patrik Twardzik glich den Rückstand zwar aus (30.), aber die Gäste überzeugten mit einer beeindruckenden Effizienz.

Defensiv nicht entschlossen genug

Christian Hanne und Paul Maurer brachten Lok innerhalb von zwei Minuten mit 3:1 in Fürhung, gleichzeitig der Pausenstand. VfB-Trainer Andreas Petersen zeigte sich kritisch: „Wir müssen klar in Führung gehen. Defensiv waren wir nicht entschlossen genug. Wir haben den Gegner zu einfachen Toren eingeladen, selbst aber glasklare Chancen liegen gelassen.“

Der VfB startete wieder gut, hatte aber auch zum Teil kurioses Pech beim Abschluss. Ein Kopfball gleich nach Wiederanpfiff ging an die Querlatte, der Nachschuss wurde auf der Linie geklärt. Solche „Slapstick“-Einlagen sollten sich wiederholen, unter anderem als ein platzierter Schuss von Tom Nattermann aus rund zehn Metern noch vom eigenen Mitspieler Rolf Sattorov geblockt wurde. Keeper Hanf wäre da nicht mehr ran gekommen.

Maurers zweiter Treffer zum 1:4 (55.) sorgte für die Vorentscheidung. Danach trafen Paul Schinke für Leipzig und Nattermann für die Germania noch vom Strafstoßpunkt.

Gute Aktionen von Halberstadt

Andreas Petersen hätte schon gern ein anderes Resultat notiert. „Es ist ein bisschen ärgerlich, kreativ und fußballerisch war das gut von uns. Wir hatten gute Aktionen und nach vorne eine erkennbare Zielstrebigkeit. Uns fehlte das Glück im Abschluss – das hatte Lok. Ich hatte das Gefühl, Leipzig nahm den Test besser an als wir, mir fehlten zehn Prozent Einstellung. Letztendlich war es ein guter Vergleich, es hat etwas gebracht. Fünf Tore darf man aber nicht gegen Leipzig fangen, auch wenn es eine ambitionierte Mannschaft ist, deren Weg kurzfristig in die 3. Liga führen soll.“

Germania Halberstadt: Büchel - Blume, Eggert, Boltze, Hofgärtner, Pepic, Twardzik, Oschmann, Michel, Jurcher, Beil (Guderitz, Vargas, Messing, Goslar, Franjic, Franceschi, Nattermann, Sattorov);

1. FC Lok Leipzig: Hanf - Misch, Zickert, Trojandt, Hanne, Pfeffer, Watahiki, Salewski, Wendschuch, Lorinczak, Maurer (Krug, Berger, Surma, Schinke, Malone, Ziane);

Torfolge: 0:1 Sascha Peffer (20.), 1:1 Patrik Twardzik (30.), 1:2 Christian Hanne (36.), 1:3, 1:4 Paul Maurer (38., 55.), 1:5 Paul Schinke (FE/ 69.), 2:5 Tom Nattermann (FE/ 82.); Schiedsrichter: Oliver Lössius (Sondershausen); Zuschauer: 60.