Halberstadt l Noch nie schaffte das Team – Siebenter des Klassements – so eine gute Platzierung in der Regionalliga. Das 5:0 am Sonnabend beim FSV 63 Luckenwalde war noch einmal so etwas wie das Sahnehäubchen auf die äußerst gelungene Saison. Am 1. Spieltag mit einem Remis bei Wacker Nordhausen gestartet, rutschte die Mannschaft von Trainer Andreas Petersen nie auf einen der Abstiegsplätze bzw. war schlechter als Rang 14 (2. Spieltag).

Pro Spiel zwei Treffer

68 Treffer in 34 Spieltagen – genau zwei Tore je Spiel können sich sehen lassen. Nur der Staffelsieger Energie Cottbus (79) und der BFC Dynamo (70) kamen auf mehr Tore. In der Rückrunde sammelte der VfB 30 seiner insgesamt 52 Punkte und ist damit drittbestes Team der zweiten Halbserie. Versüßt wird diese Bilanz mit dem dritten Platz in der Torjägerwertung. Florian Beil vollendete 17 Mal für die Vorharzer. Mit je sieben Treffern schafften es gleich drei Germanen (Hasan Pepic, Patrik Twardzik und Gilian Jurcher/d.Red.) noch unter die Top-30 der Liga.

Für Halberstadt war es die sechste Regionalliga-Saison insgesamt. Die 50-Punkte-Marke wurde dabei noch nie nur ansatzweise geschafft. Allerdings gab es bis zur Saison 2014/15 nur 30 Spieltage. Zweimal, 2012/13 und 2014/15, landete der VfB Germania auf Platz neun (38 Punkte/37 Punkte).

Der scheidende Trainer Andreas Petersen hob abschließend noch einmal den Teamgeist hervor. „Zu diesem Erfolg haben alle beigetragen: Die Assistenztrainer, die Betreuer, das Funktionsteam und natürlich die Mannschaft.“

Beil drittbester Torschütze

Die Art und Weise, wie das Team in Luckenwalde auftrat, zeigte, dass es Charakter besitzt. Petersen, der noch einmal mit der vermeintlich besten Elf startete, meinte: „Wir wollten uns nichts nachsagen lassen oder irgendetwas herschenken.“

Im 34. Punktspiel wurde auch wieder deutlich, was für Volltreffer die Verpflichtungen von Hasan Pepic und Gilian Jurcher waren. Petersen: „Hasan hat das Auge, eine hohe Passgenauigkeit und einen top Abschluss. Gilian ist extrem schnell und verfügt über eine sehr gute Schusstechnik“. Zu Toptorjäger Florian Beil ergänzte er: „Er ist der Instinktfußballer im Strafraum. In Luckenwalde hätte er fast in Klaus-Fischer-Manier das Tor des Monats per Fallrückzieher erzielt.

Der Torwart kratzte das Leder aber noch aus dem Winkel. ‚Beiler‘ ist der Endabnehmer und Vollender.“ Ganz auf das gesamte Team bedacht, wollte Petersen aber den Fokus nicht allein auf die drei Torschützen lenken. „Was Hendrik Hofgärtner und Tim Oschmann wieder gezeigt haben, hatte Hand und Fuß. Dazu hatten wir mit Benjamin Boltze einen hervorragenden Kapitän und Philipp Blume und Adli Lachheb waren einmal mehr der sichere Rückhalt in der Defensive.“

Bis zu einem Urlaub im Juni muss sich Andreas Petersen ab sofort um das Personal der neuen Saison kümmern. „Das Pokern geht los“, ließ er bereits einblicken, „die Gespräche werden intensiviert. Wichtig ist, dass die wirtschaftliche Grundlage für einen wettbewerbsfähigen Kader passt. Wir wollen uns gut aufstellen, um die Regionalliga in Halberstadt zu erhalten. 50 Prozent des Kaders gilt es zu erhalten. Das wird eine reizvolle und schöne Aufgabe.“