Halberstadt l  Das Heimspiel gegen den Traditionsklub 1. FC Lokomotive Leipzig verspricht nicht zuletzt wegen der zuletzt überzeugenden Auftritte beider Mannschaften eine spannende Angelegenheit zu werden. Die bekannt große Fankulisse, die dem namhaften 1. FC Lok Leipzig bei einem Schnitt von über 4000 Zuschauern im heimischen Rund auch in fremden Stadien den Rücken stärkt, dürfte sicher noch den ein oder anderen Zuschauer mehr aus der Region in Friedensstadion locken. Beide Teams sind sehr gut aus der Winterpause gekommen und kassierten im Kalenderjahr 2019 erst eine Niederlage. Den neun Punkten der Halberstädter (zwei Siege, drei Unentschieden), können die Messestädter vier Siege aus fünf Spielen entgegensetzen. Dadurch hat die Elf von Trainer Rainer Lisiewicz derzeit auch in der Tabelle (7. Platz, 36 Punkte) gegenüber der Germania (9. Platz, 31 Punkte) knapp die Nase vorn.

Die Bilanz gegeneinander spricht deutlich für die Nordharzer, von den letzten zwölf Spielen ging nur eines verloren (sechs Siege, fünf Unentschieden). Auch im Hinspiel behielten die Halberstädter durch ein Tor von Alexander Schmitt mit 1:0 die Oberhand.

„Das Hinspiel haben wir mit sehr guter taktischer Einstellung gewonnen, auch am Sonntag wollen wir mutig auftreten und den Gegner unter Druck setzen. Wir wollen uns nicht einigeln, Zuschauer und Gegner sollen sehen, dass es unser Stadion ist, unser Heimspiel ist und unsere drei Punkte werden sollen“, gibt Germania-Trainer Maximilian Dentz eine klare Marschroute vor. „Der komplette Kader ist einsatzfähig, auch Philipp Blume ist wieder fit. Es war eine sehr gute Trainingswoche, alle haben gezeigt, dass sie den Anspruch haben zu spielen“, lobt der Halberstädter Coach die Einstellung seiner jungen Mannschaft.

Ein Lob hat Max Dentz auch für die zuletzt dreimal in Folge siegreichen Leipziger, die vor dem Spiel wie jeder andere Gegner eingehend unter die Lupe genommen wurden. „Man sieht, dass bei den Leipzigern was zusammenwächst, so wie sie es sich vielleicht schon im Sommer erhofft hätten. Lok kommt über die Physis, hat vorn schnelle und in der Verteidigung robuste Leute. Bei Standards sind sie sehr gefährlich, da kommt jeder Einwurf wie ein Eckball. Da dürfen wir wenig zulassen“, fasst der VfB-Trainer die Analyse zusammen. Neben dem besten Torschützen Matthias Steinborn (11 Tore) hat sich auch die Versetzung des Defensivspielers Kevin Schulze (5 Tore) in den Angriff bezahlt gemacht.

„Am Ende müssen wir aber unsere Stärken einbringen, der Gegner muss sich auf uns einstellen. Fußballerisch sind wir die bessere Mannschaft, Leipzig ist robuster und erfahrener“, so Dentz. Es wird mit Spannung erwartet, welche Stärken sich am Sonntag ab 13.30 Uhr durchsetzen.