Halberstadt l Der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) hat auf der Präsidiumssitzung am Mittwoch entschieden, den Wettbewerb 2019/2020 abzubrechen.

Zu diesem Ergebnis kam man, nachdem zwei Gesprächsrunden mit den vier Halbfinalisten SV Eintracht Lüttchendorf (Landesliga Süd), Haldensleber SC (Verbandsliga), VfB Germania Halberstadt (Regionalliga Nordost) und 1. FC Magdeburg (3. Liga) sowie dem FSA-Präsidium etwaige Möglichkeiten und Varianten besprochen und diskutiert wurden, das Finalspiel zum „Finaltag der Amateure“ am 22. August zur Austragung kommen zu lassen

Terminkonflikte nicht zu lösen

Aufgrund jedoch fehlender Vorbereitungszeiten sowie Terminkonflikten sahen alle Beteiligten keine sportliche Chancengleichheit, den Wettbewerb bis zu diesem Termin zu Ende zu bringen.

Zwischen allen Vertretern der Vereine und des Präsidiums des FSA wurde sich außerdem einvernehmlich verständigt, dass der 1. FC Magdeburg als FSA-Vertreter für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2020/2021 vom FSA gemeldet und somit zur Pokalauslosung im Lostopf sein wird.

Erik Hartmann, Präsident des VfB Germania, bestätigte, dass vor allem die Terminkonflikte ausschlaggebend waren. Für die Halberstädter fällt immerhin ein lukratives Duell gegen den FCM weg. „Der DFB hat den Finaltag der Amateure relativ kurzfristig festgelegt. Die 3. Liga ist gerade abgeschlossen. Deren Spieler und Beteiligte brauchen Urlaub. Außerdem muss man wissen, dass bei den Amateuren in anderen Bundesländern teilweise noch Viertelfinals zu spielen sind.

Germania erhält einen Ausgleich

Der FCM startet am 11. August mit der Vorbereitung. Für uns geht wenige Tage später schon die neue Saison los: Überspitzt gesagt, hätten wir dann am 12. August gespielt, also gegen Magdeburger, die dann noch gar nicht wettkampffähig wären. Gleichzeitig wissen wir, dass die Regionalliga eng gestrickt ist. Da gibt es Mittwochsspiele und kaum freie Wochenenden. Zusätzliche Nachholspiele unter der Woche sind quasi unmöglich. Unsere Jungs arbeiten zum großen Teil, der Mittwoch ist entsprechend nicht für alle ein Wettkampftag. Kurzum: Es geht um den sportlichen Wettbewerb. Ich spiele gern gegen den FCM, aber ich spiele gern gegen einen fitten FCM.“ Als „Ausgleich“ erfährt der VfB eine finanzielle Unterstützung, zudem wurde für Sommer 2021 ein Test gegen die Magdeburger vereinbart.

Indes ist jetzt auch klar, dass die Germania am Sonnabend mit der Vorbereitung startet. Los geht es um 10 Uhr im Friedensstadion, am Nachmittag ist eine zweite Einheit geplant. „Wir haben den Trainingsstart bewusst noch ein paar Tage nach hinten verschoben“, so Hartmann, „die erste Halbserie wird wohl bis 23. Dezember gehen. Es kommt auf jeden freien Tag, jede freie Woche an. Das tut den Spielern gut. Wir dürfen die Gesamtbelastung, die enorm sein wird, keineswegs aus den Augen verlieren“.