Wernigerode l Beim Volksstimme-Portal FuPa spricht das Offensiv-Duo im Doppel-Interview über die Beweggründe des Wechsels, den Trainerwechsel in Wernigerode und die neuen Gegner:

Vor gut zwei Wochen ist Eure Entscheidung gefallen, Eintracht Osterwieck zu verlassen und gemeinsam die Herausforderung Verbandsliga anzunehmen. Was hat euch trotz anderer Angebote dazu bewogen, sich der Einheit anzuschließen?

Kevin Hildach: Das Gesamtpaket bei Einheit passt in meinen Augen am besten zu uns. Hinzu kommt, dass wir beim FC Einheit schon mehrere Spieler sehr gut kennen und uns das sicherlich helfen wird, schneller in der Verbandsliga Fuß zu fassen.

Philipp Matzelt: Das Konzept von Einheit passt am besten zu uns. Sie versuchen, auf junge Talente aus der Region zu setzen, besitzen eine große Tradition hier in der Region und dazu kommt, dass wir schon viele junge Spieler kennen.

Osterwieck war euer Heimatverein, wo ihr auch im Nachwuchs als Übungsleiter fungiert habt. Wie schwer ist euch der Abschied aus eurem Wohnzimmer am Ratsgarten gefallen und war für euch klar, dass es ihr im Paket wechseln werdet?

Kevin Hildach: Der Abschied aus Osterwieck ist mir persönlich sehr schwer gefallen, da ich seit nun knapp 20 Jahren im Verein bin. Wir haben uns mal gesagt, dass, wenn wir wechseln, möglichst zusammen wechseln wollen, da wir als Duo aufeinander abgestimmt und eingespielt sind. Dies kann für uns ein Vorteil sein.

Philipp Matzelt: Der Abschied ist mir natürlich auch sehr schwer gefallen, da ich dort seit dem 7. Lebensjahr Fußball gespielt habe und nur für einen kurzen Zeitraum den Verein gewechselt hatte.

Die Zahlen sprechen in den abgelaufenen Spielzeiten eine deutliche Sprache. Das Duo Hildach/ Matzelt war an über 50 Prozent aller Eintracht-Tore beteiligt. Droht Osterwieck nun ein Sturm-Vakuum?

Kevin Hildach: Natürlich sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache, aber ich bin fest davon überzeugt, dass Osterwieck auch in der neuen Saison eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz haben wird. Es besteht jetzt für andere junge Spieler die Chance es uns gleich zu tun und Verantwortung zu übernehmen.

Philipp, Du hast Dir im vergangenen Sommer eine schwere Knieverletzung zugezogen. Wie ist die Heilung vorangeschritten und reicht es schon, um das Knie voll zu belasten?

Philipp Matzelt: Die Heilung verläuft bisher sehr gut und ohne große Komplikationen. Die volle Belastung des Knies ist noch nicht möglich, dafür ist es einfach noch zu früh. Jedoch wird die Intensität von Woche zu Woche gesteigert.

In den vergangenen Tagen ist beim FC Einheit Wernigerode einiges passiert. Wie bewertet ihr den Trainerwechsel?

Kevin Hildach: Zum Trainerwechsel an sich kann ich nicht viel sagen. Mein Onkel hat ein Jahr in Ilsenburg unter unserem neuen Coach trainiert und konnte mir ein bisschen was erzählen. An sich freue ich mich einfach auf die neue Herausforderung und bin gespannt auf das neue Trainerteam.

Künftig heißen die Gegner Romonta Amsdorf, BSV Halle-Ammendorf oder Askania Bernburg. Klangvolle Namen in Sachsen-Anhalt und sportlich auch große Herausforderungen, wie groß ist die Vorfreude auf neue Spielorte und die Gegner?

Philipp Matzelt: Als Spieler freut man sich natürlich über die neuen Gegner. Sie spielen auf einem ganz anderen Niveau und es ist immer schön neue Erfahrungen zu sammeln.

Wer wird nach der Saison 2020/21 die Harz-Meisterschaft in der Verbandsliga gewinnen, Wernigerode oder Westerhausen?

Kevin Hildach: Wer die sogenannte Harz-Meisterschaft gewinnt, spielt derzeit keine Rolle. Wichtig ist, dass wir bald wieder unserem geliebten Hobby nacheifern können und dann möchte ich mit dem FC Einheit das Optimum aus der Saison herausholen.