Langenstein (mei/fbo) l Die Viertelfinalpaarung beim SV Concordia Harzgerode hat Landesklasse-Vertreter SV Langenstein mit 2:0 (2:0) gewonnen.

Am Sonnabend ergab sich für das Team von Trainergespann Robinson/Staat die Möglichkeit, sich für das verlorene Pokalhalbfinale der Vorsaison zu revanchieren. Bevor es losging ereilte den SVL jedoch die erste negative Nachricht. Wegen eines technischen Fehlers konnte der als Außenverteidiger eingeplante Heine nicht spielen. Für ihn sprang kurzfristig der junge Niehs ein, der einen hervorragenden Job machen sollte.

Schweigeminute für die Opfer

Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Attentats in Halle konnte das Spiel starten. Keine 60 Sekunden waren gespielt, als ein Diagonalball von Staat durch Schröder verlängert wurde und beim 17-jährigen Ferdenus landete. Der auf der ungewohnten Rechtsverteidigerposition agierende SVL-Spieler wollte den Ball ins Zentrum flanken, doch aufgrund der schlechten Platzverhältnisse versprang das Leder. Heraus kam eine kuriose Bogenlampe, die am Ende im langen Eck einschlagen sollte. Ferdenus‘ erstes Pflichtspieltor im Herrenbereich brachte die Gäste in Front.

Danach kam auch das Heimteam zu ersten Angriffen, wirklich gefährlich wurde es vor dem Kasten von Stosch aber nicht. Auf der anderen Seite sorgten insbesondere Standards für Gefahr. Meist war Walter mit seinen präzisen langen Bällen der Ausgangspunkt. Er fand nach etwa einer Viertelstunde mit einem Freistoß den aufgerückten Kapitän, doch Wegner konnte den Ball nicht mehr entscheidend ins Netz drücken.

Tor nach Ecke

Nur wenige später wurde es erneut nach einem ruhenden Ball gefährlich. Leventyüz Eckball fand Eichstaedt, der höher als sein Gegenspieler stieg und das Leder wuchtig an den Querbalken setzte. Der Abpraller landete bei Stürmer Kischel, dessen Kopfball so gerade noch pariert werden konnte und auch Wegner scheiterte aus kurzer Distanz.

In dieser Phase wurde der SVL seiner Favoritenrolle gerecht und erhöhte den Druck. Nachdem Rothe einen Ball verlängerte, machte sich der pfeilschnelle Staat auf die Reise. Er nahm noch zwei Gegenspieler aus und vollendete eiskalt ins lange Eck zum der Gäste (34.).

Entscheidung auf Abseits

Kurz vor der Halbzeit jubelten die Anhänger der Vorharzer erneut, da Leventyüz das vermeintliche 3:0 erzielte, doch das stets souveräne Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits.

Nach dem Seitenwechsel überließ der Gast dem SV Concordia mehr Spielanteile und hoffte auf den entscheidenden Konter. Doch trotz guter Möglichkeiten, unter anderem von Torjäger Rothe, sollte die Entscheidung nicht fallen. Harzgerode wurde nur selten gefährlich, das lag insbesondere an der starken Defensive um Torhüter Stosch, der die Null in der 60. Minute nach einem Schuss aus spitzem Winkel sicherte.

Ball geht über die Latte

Die Schlussviertelstunde leitete Rothe ein. Dieser setzte sich gegen zwei Harzgeröder durch, ehe ihm der Ball versprang und sein Abschluss aus kurzer Distanz deutlich über die Latte flog.

Nach einer Ecke war es erneut Rothe, der am langen Pfosten zum Abschluss kam. Seinen Kopfball setzte er jedoch, abgelenkt von Eichstaedt, der mit dem Pfosten kollidierte, am Gehäuse vorbei.

Für den negativen Schlusspunkt sorgte Langensteins Routinier Kischel, der sich zu einem Wortgefecht hinreißen ließ und somit in der Nachspielzeit vom Platz gestellt wurde. Eine harte, wenngleich vertretbare Entscheidung, waren in den 90 vorangegangenen Minuten doch drastischere Begriffe als „Wurst“ gefallen.

Am Ende setzte sich der SVL bei schwierigen Bedingungen souverän durch. Ein frühes Tor durch den Jüngsten bringt den SVL zum vierten Mal in Serie ins Pokalhalbfinale.

Torfolge: 0:1 Luke Ferdenus (1.), 0:2 Max Staat (34.)