Halberstadt l Am 14. Spieltag führt die Reise für Regionalligist VfB Germania Halberstadt zu einem namhaften Traditionsverein. Freitag um 19 Uhr wird die Flutlichtbegegnung beim FC Rot-Weiß Erfurt im Steigerwaldstadion angepfiffen.

Noch vier Spieltage, inklusive dem aktuellen, dann ist die Hinrunde der Saison 2019/20 schon wieder passé. Zu den Überraschungen zählt in jedem Fall das bisherige Abschneiden der Thüringer. Mit diesem Kader, Etat und Trainer hatte man im Sommer 2019 sicherlich andere Pläne, als so wie bisher im unteren Drittel der Liga zu verweilen. Erst drei Siege haben die Rot-Weißen verbucht, das reicht immerhin, um in der Tabelle mit zwei Punkten mehr knapp vor den Germanen zu stehen.

Gefühlsleben gleicht einer Berg- und Talfahrt

Das Gefühlsleben der Erfurter gleicht einer Berg- und Talfahrt, wobei die Talfahrten und damit die negativen Eindrücke dominieren. Zuletzt folgte einem 3:0-Erfolg gegen Bischofswerda ein 0:3 gegen Fürstenwalde. Rot-Weiß wird die Halberstädter daher mit einer gehörigen Portion Motivation erwarten. Aber auch die Elf von Trainer Sven Körner geht zuversichtlich ins Rennen. Ausschlaggebend ist dafür das beeindruckende Auftreten vor einer Woche gegen Tabellenführer Hertha BSC II. Mit enormem läuferischen Einsatz schaffte der VfB ein 2:2, war sogar einem Sieg nahe. Diese Leistung will das Team kompensieren, heute Abend gegen den zweifachen DDR-Meister unmittelbar daran anknüpfen. „Da wollen wir ab sofort immer annähernd hinkommen“, hängt Coach Körner die Latte hoch.

Er wird die Elf in Erfurt wohl kaum verändern. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Fabian Wenzel, der gegen Hertha vorzeitig vom Feld musste, aber nicht schwerwiegend verletzt ist. „Wir denken, dass es sich erst kurz vor dem Anpfiff entscheidet, wie es mit ihm aussieht“, schätzte der 37-Jährige ein. Ganz ähnlich sieht es bei Torwart Florian Sowade aus, der seit zwölf Tagen trainiert und vor einer Rückkehr steht.