Osterwieck l In der Landesklasse, Staffel 3, stehen die letzten vier Spieltage der Saison an. Für viele Vereine bleibt es spannend, ob sie den Aufstieg oder den Verbleib in der Liga feiern können. Am Tabellenende kann noch einiges geschehen.

An der Spitze steht der Ummendorfer SV mit 56 Punkten. Trainer Chris Sacher plant fest mit dem Aufstieg: „Wir müssen in den kommenden Spielen gewinnen, gewinnen, gewinnen. Das ist das klare Ziel und da ziehen wir auch alle an einem Strang.“ Die nächsten Spiele gegen den SV Stahl Thale (Sonntag, 14 Uhr) und Blau-Weiß Schwanebeck sind dabei richtungsweisend. Für den Fall des Aufstieges wird es personell große Veränderungen beim USV geben, zu denen der Trainer aber noch keine konkreten Angaben machte. „Wir müssen erst noch mit allen Spielern reden, denn auch wenn wir den Aufstieg nicht schaffen, wollen wir ja weiter Landesklasse spielen und auch da brauchen wir einen funktionierenden Kader“, so Sacher.

Vier Punkte Unterschied

Einen funktionierenden Kader wünscht sich auch Eintracht Osterwieck. Die Harzer sind dem USV dicht auf den Fersen und schnuppern Aufstiegsluft. Gerade einmal vier Punkte trennen sie von den Bördefußballern. Cheftrainer Andreas Binder wiegelt ab: „Wir wollen versuchen, die Rückrunde ohne Niederlage zu bewältigen, was schwer genug wird, da der Kader immer weiter schrumpft, sei es durch Krankheit oder durch private Umstände. So spielt ein möglicher Aufstieg für uns keine Rolle.“ Dabei sind die Gegner, mit dem Tabellenvorletzten SV Hötensleben (morgen, 15 Uhr) oder dem Quedlinburger SV machbar. Dennoch sagt Binder: „Ummendorf wird das durchziehen. Sie haben die gefestigtste Truppe und werden den Sprung in die Landesliga sicher schaffen.“ Auch bei der Eintracht wird sich beim Personal etwa ändern. Hannes Seubert beendet seine Laufbahn, wird aber weiterhin im Hintergrund für zur Verfügung stehen. Das Top-Sturmduo Matzelt/Hildach bleibt aber genauso am Ratsgarten wie das Torhüter Trio Theuerkauf/Schulze/Koch. Der Kader soll mit jungen Spielern aus dem Nachwuchsbereich verstärkt werden. Die Ziele für die kommende Saison stehen auch schon fest. Der Coach: „Eine gute Rolle in der Landesklasse spielen.“

Dem SV Darlingerode/Drübeck fehlt nur noch ein Punkt, um den Klassenerhalt sicherzustellen. Durch ein Nachholspiel haben die Harzer fünf Chancen, diesen zu holen, doch wollen sie natürlich mehr. „Wir hoffen, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Leicht wird das natürlich nicht, da wir noch schwere Gegner vor uns haben, allen voran Germania Wernigerode“, weiß Trainer Mike Knobelsdorf. Morgen ist das Team zunächst in Schwanebeck gefordert.

Zwei Punkte zum Klassenerhalt

Germania Wernigerode braucht nur noch zwei Punkte, um sicher in der Liga zu bleiben. Das ist machbar, auch wenn mit dem USV und dem OSC (morgen, 15 Uhr) zwei schwere Aufgaben warten. „Wir versuchen, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, und das sollte auch möglich sein“, glaubt Mannschaftsleiter Jens Tropschug.

Auch der SV Langenstein gehört zu den Vereinen die schon beinahe sicher in der Liga bleiben. Lediglich drei Punkte braucht das Team noch, um den Klassenerhalt zu sichern. Da noch fünf Spiele zu bestreiten sind, eins davon ist ein Nachholspiel gegen den OSC, ist das zu schaffen. Die stärksten Gegner für die Langensteiner Fußballer sind der SV Stahl Thale und Germania Wulferstedt (morgen, 15 Uhr). Aber auch bei den anderen beiden Partien, gegen den Quedlinburger SV und Schwanebeck, heißt es wachsam sein.

Schlanstedt braucht Punkte

Zu den Wackelkandidaten der Liga zählt der Aufsteiger aus der Harzoberliga, der SV Olympia Schlanstedt. Mit nur 24 Punkten belegt er momentan den elften Platz in der Tabelle. „Wir müssen so schnell wie möglich Punkte einfahren, damit wir den Klassenerhalt sichern. Das wird für die nächsten Spiele unsere Hauptaufgabe sein“, so Trainer Mario Schneider. Doch haben es gerade die letzten Gegner in sich. Der Tabellendritte SV Stahl Thale ist der erste große Brocken, aber auch den Haldensleber SC II gilt es zu schlagen, der direkt hinter den Harzern in der Tabelle steht und selbst gegen den drohenden Abstiegsplatz kämpft. „Wir müssen bis zum Schluss um jeden Punkt ringen, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren“, gibt sich Schneider kämpferisch. Für ihn heißt es am Ende der Saison Abschied nehmen, denn er wird nicht mehr als Trainer des SVO tätig sein. Sein Amt übernimmt Kevin Köhne, der übergangsweise Trainer beim Bebertaler SV ist. Köhne freut sich auf die neue Herausforderung. „Wir waren sofort auf einer Wellenlänge, dadurch war schnell klar, dass wir zusammenkommen werden.“ Morgen ist der SVO zunächst Gast beim Quedlinburger SV (15  Uhr).

Die Rote Laterne hat derzeit der SV Blau-Weiß Schwanebeck. Dennoch haben Trainer und auch Spieler die Hoffnung noch nicht aufgegeben. „In den kommenden Spielen Punkte zu holen, wird alles andere als leicht. Uns kann nur ein kleines Wunder helfen, aber wir bleiben konzentriert bei der Sache und kämpfen bis zum Schluss“, so Coach Frank Kaiser. Der Kader soll auch im Falle eines Abstieges im Großen und Ganzen erhalten bleiben. Trainer und auch Präsidium hatten laut Kaiser schon früh das Gespräch mit den Spielern gesucht. Für den Verein wäre der Abstieg keinesfalls ein Rückschritt. „Wir wollen uns neu aufstellen und auch die Jugend stärker mit einbeziehen, um so den Verein zu stabilisieren und wieder aufzubauen, damit auch bald wieder Erfolge eingefahren werden können. Ein möglicher Wiederaufstieg in der kommenden Saison steht nicht zur Debatte“, so Kaiser weiter.