Thale l Die Elf von Trainer Marcel Tietze musste sich am Sonntag im Harzderby gegen Eintracht Osterwieck mit einem 1:1-Unentschieden begnügen und verlor damit den Spitzenplatz an den Ummendorfer.

Das erste Sonntagsderby der Landesklasse-Rückrunde hat keinen Sieger gefunden, der bisherige Spitzenreiter und Tabellenvierte trennten sich 1:1-Unentschieden. Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, die immer wieder über schnelle Kombinationen für Gefahr sorgten. Steffen Hägemann per Kopfball, Alexander Michaelis, der vor dem Spiel für seinen 250. Einsatz im Dress der Stahl-Herren geehr wurde, und auch Florian Arndt scheiterten allesamt an Eintracht-Torwart Marcus Koch. Die Gäste aus der Ilsestadt waren um Kompaktheit in der Defensive bemüht und machten den Thalenser Angreifern das Leben schwer.

Arndt trifft zur Führung

Ein zu kurz geklärter Eckball führte dann doch zum Führungstreffer für die Gastgeber, Florian Arndt versenkte den Ball per Dropkick zum 1:0. Schlussmann Koch war chancenlos, da der Schuss verdeckt auf sein Tor kam und von einem Mitspieler abgefälscht wurde (35.). Die Eintracht hatte einige gefährliche Konter und einen Freistoß von Kevin Hildach vorzuweisen, ernsthaft eingreifen musste Stahl-Keeper Florian Hottelmann aber nicht.

Nach der Pause agierten die Osterwiecker mit deutlich offensiverer Taktik. Aus einer sicheren Defensive wurde versucht, das Spiel aufzubauen. Dabei geriet die Eintracht allerdings oft unter Bedrängnis und musste mit langen Bälle agieren, die kaum für Gefahr zu sorgten. Auf Thalenser Seite fiel eine abgefälschte Flanke von Reinis Broders auf die Latte (62.), mehrfach war die Viererkette für Kai Meldau und Artjoms Lonscakovs Endstation.

Ausgleich in der Schlussphase

Die Osterwiecker waren sichtlich bemüht und drängten auf den Ausgleichstreffer. Viele gute Standardsituationen brachten zunächst nichts Zählbares. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß war es schließlich Philipp Matzelt, der sich im Strafraum gegen Tobias-Steffen Fahldieck durchtankte. Sein Abschluss wurde zur Vorlage für den am langen Pfosten postierten Andreas Jäger, der aus wenigen Metern mühelos vollendete (81.).

Die Gastgeber waren nach dem Ausgleichstreffer sichtlich nervös und die Eintracht wollte mehr als nur einen Zähler aus dem Sportpark entführen. Es fehlte allerdings auf beiden Seiten am Ende an Durchschlagskraft, einen zweiten Treffer zu erzielen. So blieb es beim leistungsgerechten Remis, mit dem sich Eintracht Osterwieck am Oscherslebener SC vorbei auf Platz drei verbesserte.