Halberstadt l Besser hätte der Start ins das neue Jahr für Germania Halberstadt nicht laufen können. Mit einem 2:0-Sieg gegen Mitaufsteiger VSG Altglienicke, vor dem Anpfiff mit lediglich einem Zähler weniger in Lauerstellung, hat sich die Petersen-Elf einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt vorerst vom Hals gehalten.

Zwei Neuzugänge mit dabei

Zwei der drei Neuzugänge durften dabei einige Minuten „Vorharz-Luft“ schnuppern. Hasan Pepic, der Baloki-Nachfolger, leitete sogar den zweiten Treffer ein.

Schon früh zeigte der Gastgeber, dass er nach vorne Nadelstiche setzen wollte. Florian Beil kam einen Schritt eher als VSG-Keeper Dan Twardzik – der Bruder von Germania-Außenspieler Patrik verstärkt seit dem Winter die Berliner – an den Ball und legte die Kugel für Patrik Twardzik auf. Dessen geblockter Ball landete auf dem Fuß von Tim Oschmann, letztlich klärte Altglienicke zur Ecke.

Eine Chance von Altglienicke

Die erste und einzige erwähnenswerte Möglichkeit für die Gäste im ersten Durchgang entschärfte Torwart Fabian Guderitz nach einer Mattuschka-Ecke (16.). Danach bediente Benjamin Boltze Oschmann, wieder war ein Berliner Fuß dazwischen (25.). Die erste Halbzeit beendete Halberstadt mit einem Schussversuch Hendrik Hofgärtners. Den gefährlichen Aufsetzer aus knapp 30 Metern hatte Dan Twardzik im Nachfassen.

Germania Halberstadt war klar das bestimmende Team, agierte im Spielaufbau jederzeit kontrolliert, aber ohne großes Risiko. Trainer Andreas Petersen erklärte: „Der Matchplan war einfach: Nicht ins offene Messer laufen. Darum wirkte die erste Halbzeit vielleicht auch etwas zerfahren.“ So diszipliniert und abwartend Halberstadt auftrat, Mitaufsteiger Altglienicke blieb gänzlich ohne Durchschlagskraft.

Von gestandenen Akteuren wie Torsten Mattuschka, Björn Brunnemann oder Chinedu Ede durfte man mehr erwarten. So aber war der Vergleich bis dato arm an Dynamik, Bewegung, Tempo und Präzision.

Halberstadt geht in Führung

Der zweite Durchgang begann ganz im Sinne der Germania, denn nach einer Oschmann-Ecke klärte die VSG Altglienicke nur halbherzig und der zweite Ball landete bei Kapitän Boltze. Im Fallen beförderte er das Leder ins lange, obere Eck zum verdienten 1:0.

Tim Oschmann blieb auch danach einer der agilsten Halberstädter. Von Beil bedient kam er zunächst zum Kopfball (52.), danach testete er Dan Twardzik noch zweimal aus der Distanz. An fast allen offensiven Aktionen war er beteiligt.

Auf der anderen Seite musste sich Fabian Guderitz auch in den zweiten 45 Minuten nur einmal strecken, dies beim Schuss von Christian Skoda. Der Gästetorwart tauchte in der 72. Minute noch einmal schnell ab, als ein Messing-Schuss gefährlich in Richtung kurze Ecke abgefälscht wurde.

Entscheidung in der Nachspielzeit

Mit Beginn der Nachspielzeit musste man aber doch noch einmal bangen, zu oft hatte Halberstadt in der Hinrunde in den Schlusssekunden wichtige Punkte noch verspielt. Altglienicke drängte auch tatsächlich in Richtung VfB-Gehäuse, aber der eingewechselte Hasan Pepic sorgte für die Entscheidung. Er bediente Messing, der wiederum legte für Beil auf. Germanias Mittelstürmer machte mit seinem siebten Saisontreffer alles klar. Direkt danach war Schluss.

Andreas Petersen: „Unser Matchplan ist aufgegangen. Wir haben nach der intensiven Vorbereitung auf Kunstrasen das erste Mal auf dem Hauptplatz gespielt. Wir wollten erst einmal ins Spiel finden, dem Gegner keinen offenen Schlagabtausch anbieten. Was meine Elf in der zweite Halbzeit gezeigt hat, nötigt Respekt ab. Wir haben einen Konkurrenten auf Distanz gehalten – das ist ganz wichtig. Mit einem Sieg in die Rückrunde zu starten, macht uns hoffentlich selbstbewusster.“

VfB Germania Halberstadt: Guderitz - Boltze, Lachheb, Blume, Schulze, Messing, Hofgärtner (77. Eggert), Oschmann (84. Sattorov), P. Twardzik, Franjic (77. Pepic), Beil;

VSG Altglienicke: D. Twardzik - Czyborra (69. Mrkaljevic), Kahlert, Brunnemann, Brehmer, Pütt, Fritsche (83. Kroll), Skoda, Mattuschka, Preiss (67. Sanogo), Ede;

Torfolge: 1:0 Benjamin Boltze (48.), 2:0 Florian Beil (90.+3); Schiedsrichter: Martin Bärmann (Leipzig); Zuschauer: 358.