Halberstadt l Das letzte Punktspiel des Jahres wartet am Sonnabend auf die Fußballer des VfB Germania Halberstadt. Mit dem BFC Dynamo kommt ein echter Kultverein in das Friedensstadion. Schiedsrichter Henry Müller pfeift die Begegnung Tabellenzwölfter gegen Tabellen-13. um 13.30 Uhr an.

November grau und sieglos

Abgesehen vom Pokal-Viertelfinale in Sandersdorf, das die Germania mit 4:2 nach Verlängerung für sich entschied, war der November nicht vom ganz großen Erfolg gekrönt. In der Liga blieb die Dentz-Elf – wie der Monat selbst – etwas grau oder zumindest sieglos. Es gab zwei Remis und zwei Niederlagen.

Dazu kamen vor einer Woche die Manipulationsvorwürfe aus Babelsberg. Aber unruhige Tage in der vorweihnachtlichen Zeit ist nichts Neues im Vorharz. So wurde vor vier Jahren Trainer Achim Hollerieth Ende November entlassen, Henri Fuchs einen Tag vor Heiligabend als dessen Nachfolger vorgestellt. Und Mitte Dezember des letzten Jahres wurde bekannt, dass der VfB nicht weiter mit dem damaligen sportlichen Leiter Kevin Meinhardt plant. Der Verein weiß das also einzuordnen.

Letzten Tage waren chaotisch

Dass die Vorwürfe und die damit einhergehende mediale Aufmerksamkeit nicht spurlos am Verein vorbeigegangen sind, verdeutlicht Trainer Maximilian Dentz. „Die letzten Tage waren schon chaotisch. Unser Tagesgeschäft, nämlich die Vorbereitung auf das BFC-Spiel, hat uns aber abgelenkt. Die Mannschaft und der Betreuerstab konzentrieren sich voll auf das Sportliche. Im Unterbewusstsein ist dieses Thema da, es wird aber täglich weniger.“

In der „Sechs-Punkte-Partie“ gegen Berlin strebt Dentz mit seinem Team drei Zähler an, nicht nur um mit der „Zwei“ vorne bei den Punkten in die Winterpause zu gehen. „Wir haben ein paar Punkte liegen lassen, an den ordentlichen Auftritten der Mannschaft schmälert das jedoch nichts. So wie zuletzt in Babelsberg war auch Pech dabei. Da war mindestens ein Punkt drin. Schaut man mal auf die Tabelle, wird deutlich, was bei einem Dreier möglich ist.“

Schöne Erinnerungen an das Hinspiel

An das Hinspiel denkt der 29-Jährige gern zurück. Das 5:0 war spektakulär und gleichzeitig Dentz‘ erster Sieg als Germania-Cheftrainer. „Ein goldener Tag: Da passte alles, wir waren brutal effektiv.“

Vor dem letzten Pflichtspiel in 2018 lobt Dentz erneut die Stimmung: „Wir sind inzwischen seit fünf Monaten zusammen, es ist jetzt kalt beim täglichen Training, trotzdem rücken alle weiterhin eng zusammen und sind voll dabei.“

Philipp Blume wahrscheinlich nicht dabei

Eng wird es auch für Philipp Blume, der sich am Dienstag im Rücken einen Nerv eingeklemmt hat. „Ich stelle uns ohne ihn auf diese Partie ein“, so Dentz. Bei der anschließenden Weihnachtsfeier im K6-Hotel, gleich neben dem Stadion, wird aber auch Blume wieder „zum Einsatz“ kommen. Dentz: „Da wurde vom Vorstand richtig was auf die Beine gestellt – ein schönes Signal.“