Halberstadt l Schon am Sonntag steht um 13.30 Uhr mit dem Bischofswerdaer FV der nächste Gegner ins Haus.

Frust über ausgelassenen Sieg

Es hat natürlich auch Positives, in diesem Akkord Fußball zu spielen. In diesem konkreten Fall bleibt den Halberstädtern nicht all zu viel Zeit, um sich über das 3:3 gegen Chemie Leipzig den Kopf zu zerbrechen. Nach einer 3:0-Führung verpasste Germania am Mittwoch unter Flutlicht bekanntlich den ersten Heimdreier der Saison. Ausgewertet wurde diese spezielle Begegnung dennoch. Kapitän Tino Schulze war bewusst, dass ein sogenannter „Big point“ liegen gelassen wurde.

Er war unmittelbar nach Abpfiff sauer. „Die Rote Karte tut weh. Schlimmer war aber der Elfmeter gegen uns – ein absoluter Witz.“ Das Sonntagstor zum 3:3 zog ihn dann richtig runter: „Jede Woche reißt du dir den A... auf und wirst nicht belohnt. Wir müssen aufhören, dumme Gegentore zu fressen. Das waren definitiv zwei verlorene Punkte. Gegen Bischofswerda müssen am Sonntag drei Punkte her, egal wie. Immer nur ein Punkt – das nervt.“

Auch dessen Trainer Sven Körner richtete zunächst noch einmal den Blick zurück, ehe er Bezug auf den kommenden Kontrahenten nahm. „Wir bekommen beim Berliner AK einen zweifelhaften Elfmeter gegen uns, bekommen in Nordhausen einen zweifelhaften Elfmeter gegen uns und nun das dritte Mal. Das ist bitter. Wobei ich sagen muss, dass wir auch in Unterzahl das Spiel beim Stand von 3:0 irgendwie nach Hause bringen müssen. Nach solch Vollgas-Fußball gegen einen Gegner, den wir bis zum Platzverweis komplett unter Kontrolle hatten, stehen wir wieder nur mit einem Punkt da. Man sieht, dass wir noch nicht so stabil sind, wir sind mit dieser jungen Mannschaft eben mitten in einem Prozess.“

Schlusslicht kommt ins Friedensstadion

Gegen Schlusslicht Bischofswerda, das Anfang September auf die saisonübergreifende, sportliche Talfahrt reagierte und Cheftrainer Erik Schmidt freigestellt hat, soll jetzt der erste Heimsieg der Saison her. Körner erwartet „ein 50:50-Spiel“, will aber an die überzeugende Spielweise vom Mittwoch anknüpfen. „Anspruch eines jeden muss doch sein, diese Leistung regelmäßig abzurufen. Wir wollen auch gegen den BFV 08 die Spielkontrolle, mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit beim Abschluss.“ Nach dem Erlebten vom Mittwoch ist er sich sicher: „Die Jungs kommen wieder.“