Thale l Das Team von Neu-Trainer Marcel Kutz musste sich im Harzderby bei der SpG Thale/Westerhausen mit 18:22 geschlagen geben.

Hochmotiviert reiste das neuformierte Halberstädter Team zum Derby bei der SpG Thale/Westerhausen. Nach guter Vorbereitung sollten die ersten beiden Punkte eingefahren werden, doch es kam anders.

Nervöser Spielbeginn

Beiden Mannschaften war zunächst eine große Nervosität im Prestigeduell anzumerken. Dabei erwischten die Gäste den besseren Start und gingen nach Toren von Arián-Raul Knochenmuß, mit sieben Toren erfolgreichster Werfer seines Teams, und Jannes Lieb mit 2:0 in Führung (5.). Die Gastgeber brauchten zehn Minuten, um in dieses Spiel zu kommen. Nach drei schnellen Toren in Folge lagen sie dann jedoch mit 3:2 in Front (15.). Dabei kamen ihnen unnötige Ballverluste durch ungenaue Pässe und das Auslassen klarer Chancen auf Seiten der Domstädter entgegen.

Rückstand zur Pause

Im weiteren Spielverlauf der ersten Hälfte bestimmten die Abwehrreihen auf beiden Seiten das Geschehen. Dabei zeigte Leon von Zachotzki eine gute Leistung im Tor und hielt die Begegnung mit mehreren Glanzparaden offen. Über die Zwischenstände von 5:4 (17.), 7:6 (24.) und 8:7 (28.) blieb der HT 1861 immer auf Tuchfühlung. Zwei unnötige technische Fehler in der Schlussphase von Halbzeit eins sorgten für einen 8:10-Pausenrückstand der Halberstädter.

Die Ansprache von Trainer Marcel Kutz in der Halbzeitpause war klar: „Jeder Spieler muss noch einmal alles geben, um hier noch die Wende zu schaffen.“ Mit dem Anschlusstreffer von Christopher Hamann (33.) schien dieses Vorhaben auch zu gelingen. Doch dann vergaben die Gäste einen in Überzahl herausgespielten Siebenmeter. Beim Ausgleich hätte die Partie vielleicht einen anderen Verlauf genommen, so nutzten die Hausherren diese vergebene Chance zum erfolgreichen Konterangriff und bauten die Führung nach Ballgewinn in der Abwehr auf 12:9 aus (37.).

Baustellen werden offengelegt

Die Domstädter verkürzten mit zwei schnellen Toren noch einmal auf 12:11 (40.), Daniel Greiff sorgte in dieser Phase im linken Rückraum für Torgefahr. Doch die Hausherren antworteten postwendend und hatten beim 14:11 (42.) den Drei-Tore-Abstand wieder hergestellt. Dieser Vorsprung zog sich bis zum Ende durch die Partie, Ursache hierfür war vor allem das Vergeben von zehn klaren Chancen in der zweiten Halbzeit. Mit hängenden Köpfen verließen die Halberstädter nach dem Schlusspfiff das Spielfeld der Sporthalle Thale.

„Insgesamt blieb die Mannschaft an diesem Tag vieles schuldig und konnte zu keinem Zeitpunkt das umsetzen, was sie sich vorgenommen hat. Nun heißt es die Fehler zu analysieren und in den nächsten Partien eine vor allem spielerisch bessere Leistung an den Tag zu legen“, so Trainer Kutz.

Statistik

HT 1861 Halberstadt: von Zachotzki, Reuner - Fröhlich (1), Keil, Huber, Knochenmuß (7/3), Hamann (3), Mund (2/1), Wienert, Lieb (1), Waade (1), Liebscher, Greiff (3), Bögelsack;

Zeitstrafen: SpG Thale/Westerhausen 8 - HT Halberstadt 6;

Siebenmeter: SpG Thale/Westerhausen 3/1 - HT Halberstadt 6/4.