Halberstadt l Beide Teams sorgten für Adrenalinschübe und ausgelassene Emotionen. Für die C-Jugend stand ein mit Spannung erwartetes Auswärtsspiel in Gernrode gegen die Spielgemeinschaft GWT „HarzLuchse“ auf dem Programm.

Im Hinspiel hatten die Halberstädterinnen zu Hause ein sehr glückliches Unentschieden erkämpft, nachdem die Gäste über die gesamte Spielzeit geführt hatten. Das Rückspiel am Hagenberg in Gernrode entwickelte sich ähnlich, nur mit umgekehrten Vorzeichen.

Einsatz mit Fairness und Respekt

Nach erstem Abtasten gelang es den HT-Mädchen, das Spiel zu kontrollieren und mit konzentriertem und variantenreichem Aufbauspiel zu schönen Torabschlüssen zu kommen. Hierbei waren Kreisspieler, Halbaußen- und Außenspieler gleichermaßen erfolgreich. Die Abwehr stand sicher und effektiv. Trotz robusten Einsatzes, vieler Verwarnungen und Siebenmeter verlor das Spiel nie an grundsätzlicher Fairness und gegenseitigem Respekt.

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Führung zur Halbzeit

Der zwischenzeitliche Vorsprung zur Halbzeit von fünf Toren (10:15) für die Halberstädterinnen schmolz im Verlauf der zweiten Halbzeit durch die kämpferische Leistung der „HarzLuchse“ langsam dahin. Ihr höherer Altersdurchschnitt und die teilweise körperliche Überlegenheit zeigten Wirkung.

Fünf Minuten vor dem Ende hatten die Halberstädterinnen noch drei Tore Vorsprung. Durch eine Zwei-Minuten-Strafe gelang es den Gegnerinnen, in Überzahl auf ein Tor heranzukommen. Starke Abwehrreihen und gute Torhüterleistungen verhinderten zunächst weitere Tore. 33 Sekunden vor dem Abpfiff und bei Angriff durch den HT führte ein leichter Ballverlust zum Konter und dem Ausgleichstor der „HarzLuchse“ zum 24:24.

Vanessa Huth sorgt für Jubel

23 Sekunden verblieben nun den Halberstädterinnen, um doch noch zu siegen. Nahezu mit dem Schlusspfiff gelang es Vanessa Huth, den Ball per Sprungwurf erfolgreich in die Maschen des gegnerischen Tores zu setzen. Jubelnd lagen sich die Spielerinnen, Trainer und die vielen mitgereisten Eltern und Verwandten nach diesem Handballkrimi in den Armen und verdrückten die eine oder andere Freudenträne.

Statistik

HT 1861 Halberstadt: Engel/Weber – Fritz (1 Tor), Hentschel, Horvath (10), Huhn (6), Heinemann, Lauffer (6), Schäfer (2), Seese, Petzoldt

Sieben der elf in Gernrode eingesetzten Spielerinnen des HT Halberstadt traten nach kurzer Pause am Sonntag in ihrer eigentlichen Altersklasse, der weiblichen D-Jugend, an. Der Gegner in heimischer Halle hieß auch diesmal GWT „HarzLuchse“. Bisher in allen acht Begegnungen ungeschlagen, gestalteten die Domstädterinnen das Spiel souverän und überlegen.

Erfahrung zahlt sich aus

Insbesondere die Spielpraxis vieler Spielerinnen in der höheren Altersklasse und die damit verbundene wurftechnische und spieltaktische Entwicklung wirken sich hier positiv aus.

Zur Halbzeit führten die Gastgeber bereits mit zehn Toren, so dass die Trainerin Ljuba Kolomjets in der zweiten Halbzeit auch den jüngeren Spielerinnen mehr Einsatzzeiten geben konnte. Das Endergebnis war mit 28:10 zum wiederholten Male sehr deutlich.

Statistik

HT 1861 Halberstadt: Engel, Weber – Fritz (5), Gerlach (6), Horvath (12), Heinemann, Hirschler, Seese (4), Stein (1), Petzoldt