Haldensleben (nbe/dei) l Die B-Jugendhandballerinnen des HSV Haldensleben haben das Rückspiel im Kampf um die Mitteldeutsche Meisterschaft beim HC Leipzig überraschend klar mit 33:24 (13:9) Toren gewonnen. Damit gelang ihnen eindrucksvoll die Revanche für die Wochen zuvor erlittene 17:27-Heimniederlage.

Dabei waren die Vorzeichen vor diesem Match alles andere als günstig, denn die Mannschaft um Trainer Norbert Berger fuhr ohne Wechselspielerin und nur mit der Ersatztorhüterin auf der Bank in die Messestadt. Mit voller Konzentra-tion von der ersten Spielminute an der HSV führte schnell 2:0, trotzten die Gästespielerinnen dieser Situation und führten zur Halbzeit bereits 13:9.

Der HC Leipzig ging mit wütenden Angriffen in Durchgang zwei, um das Spiel zu drehen. In der 35. Minute war für Haldenslebens Lisa Buthut die Partie nach drei Zeitstrafen beendet. Somit musste Ersatztorhüterin Anne Schäfer ab sofort als Feldspielerin einspringen, was ihr für die restliche Zeit der Begegnung hervorragend gelang.

Angetrieben von Justine Schmitz und Linda sowie Samanta Umbusch spielte sich die HSV-Sieben in einen Rausch. In der Abwehr wurde fest zugepackt, Konter sicher und schnell mit einfachen Toren abgeschlossen und auch sonst galt: Einer für alle, alle für einen. Über die Stationen 13:10, 14:11, 18:11, 31:21 und 33:24 wurde ein Auswärtssieg eingefahren, der als sensationell einzustufen ist. Er war das Ergebnis einer tollen Mannschaftsleitung, die es zu würdigen gilt. Dementsprechend fiel auch der Jubel der Gäste nach Schlusspfiff aus. Auch die Trainer des HC Leipzig gratulierten den HSV-Spielerinnnen zum überraschenden Erfolg.

HSV Haldensleben: Sarah Schick - Anna Schäfer (1), Hoa Anh Dang (6), Linda Umbusch (6), Lisa Buthut, Samantha Umbusch (8), Nele Dorow (5), Justin Schmitz (7).

Heute tritt der HSV Haldensleben beim Thüringer HC an, Anwurf dort ist 15 Uhr. Vielleicht gelingt der Mannschaft um Trainer Norbert Berger ja erneut ein Husarenstück und macht sie die Meisterschaft wieder spannend. Das scheint nicht unmöglich, denn der HSV verlor das Hinspiel denkbar knapp 21:22.