Haldensleben l Die Haldensleber Boxsportler erwischte es in einem denkbar ungünstigem Moment, denn Anfang März steht jedes Jahr mit der Austragung der Landesmeisterschaft die erste größere Bewährungsprobe an.

Corona stoppt die Saisonpläne

Fünf Starter wollten den HSC würdig vertreten, doch die Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung des Virus ließen das nicht mehr zu. Nach unzähligen Trainingseinheiten an eigener Wirkungsstätte, sowie der großzügigen Unterstützung des Helmstedter Boxvereins, machte man sich große Hoffnung auf ein sehr gutes Ergebnis. Und die Ausgangslage war nicht schlecht, qualifizierten sich doch alle Fünf in ihrer Alters-und Gewichtsklasse für das Finale.

Die Finalveranstaltungen sollten am 7. und 8. März in Freyburg, sowie am 14. und 15. März in Schkopau stattfinden. Während in Freyburg die Fäuste noch fliegen konnten, verbot die Stadt Halle kurz vor dem Wochenende alle sportlichen Wettkämpfe in ihren Sporthallen. Damit war klar, dass mit Hannes Best, Nerton Berisha und Askhab Mejidov drei der Haldensleber Faustkämpfer nicht um den Titel boxen durften. Besser hatten es da Valton Berisha und Norman Lehrmann. Sie sollten eine Woche vorher in Freyburg in den Ring steigen.

Freud und Leid liegen nahe beieinander

Während der Gegner von Valton aus gesundheitlichen Gründen nicht antrat und deshalb der Haldensleber kampflos den Titel errang, traf Norman auf den Stendaler Maximilian Pelka. Die erste Runde ging eindeutig an Norman. Er beherrschte seinen Gegner in allen Belangen, was auch sicher daran lag, dass der Stendaler in den ersten drei Minuten sehr defensiv agierte.

Ganz anders dann in Runde zwei. Jetzt blühte der Boxer aus der Altmark richtig auf und setzte deutlich mehr Akzente. Die letzte Runde sollte dann aber nur noch 48 Sekunden dauern, denn Norman schickte seinen stetig anstürmenden Gegner mit einem rechten Aufwärtshaken, den er im Laufe des Kampfes schon mehrfach gut eingesetzt hatte, auf den Ringboden. Der Kampf war vorbei und der HSC hatte seinen zweiten aktuellen Landesmeister.

Wie es aber nun weitergehen soll, darüber kann man nur spekulieren. Der Deutsche Boxverband trifft sich Mitte Mai, um über die Zukunft zu beraten. Eine erneute Ansetzung der Finalkämpfe der Landesmeisterschaft ist eher unwahrscheinlich. Gerade im Schülerbereich beträgt der Unterschied in den Gewichtsklassen nur zwei Kilogramm, somit wären eine Reihe von Kämpfen wegen der körperlichen Entwicklung nicht mehr möglich.

Auch würde der neue Termin sicher mit anderen Veranstaltungen kollidieren. Vielmehr sollte man im Laufe des Jahres bei Turnieren die Paarungen neu ansetzen, wenn es denn noch passen sollte. Aber bis dahin bleibt erst einmal der Wunsch, dass wieder normal trainiert werden darf.

Denn ohne optimales Training ist kein Wettkampf möglich, in keiner Sportart.