Angern l Der Bördeligist SV Angern sorgte am 1. Mai für eine Überraschung. Er besiegte den Favoriten aus der Landesklasse, Staffel 3, den Oscherslebener SC in einem nervenaufreibenden Spiel mit 3:1 auf heimischem Rasen. Damit steht der SVA im Finale des Kreispokals und wird dort auf den Ummendorfer SV treffen.

Die Oschersleber kamen schon früh ihrer Favoritenrolle nach. Peter Jordan (8.) versenkte den Ball ins Netz und brachte den Gästen die Führung. Eine knappe Viertelstunde später zog der SV Angern nach und glich durch Bastian Gronkowski (21.) aus.

Nichts wollte mehr klappen

Danach war beim OSC der Wurm drin. Nichts wollte mehr klappen. Immer wieder gingen Bälle an die Gastgeber verloren, die sich ihre Chance nicht nehmen ließen und mit ihren Angriffen immer wieder tief in die gegnerische Hälfte der Gäste gelangten. „Wir haben uns angestellt wie eine Schülermannschaft. Die komplette Erfahrung, die wir besitzen, hatten wir auf dem Platz und dennoch haben wir so schlecht gespielt“, gab sich der Chefcoach der Oschersleber Thomas Klare enttäuscht. So blieb es bis zur Pause beim 1:1-Unentschieden.

Der Beginn der zweiten Halbzeit war durch viele Fouls geprägt, die einige Unterbrechungen mit sich zogen. Die Gangart der beiden Mannschaften wurde rauer. Die Oschersleber fanden einfach nicht mehr ins Spiel zurück und sie schienen ideenlos. Dazu kam nach einem Foul von Martin Wulf eine Rote Karte in der 52. Minute. Die Fehler waren von Trainer Klare schnell gefunden: „Wir hatten kein sauberes Aufbauspiel mehr. So spielten wir immer wieder hohe Bälle, was wir eigentlich nicht machen wollten und gaben Angern viele Chancen.“

Zwei Tore kurz vor Schluss

Diese wurden von den Gastgebern auch reichlich genutzt. Vor 217 Zuschauern schaffte es schließlich Stefan Motilewski (89., 90.) nach einer Hereingabe aus dem Mittelfeld und einer Kombination vor dem Gäste-Tor, gleich zweimal kurz hintereinander den Ball im Tor zu versenken und schoss damit den SV Angern nicht nur zum Sieg, sondern auch ins Finale des Kreispokals mit einem 3:1-Endstand.

„Wir freuen uns tierisch. Gegen ein höherklassiges Team zu gewinnen war einfach toll“, so Trainer Heiko Göbel vom SV Angern. „Wir haben die ganze Saison über schon sehr guten Fußball gespielt und wenn man dann im Pokal-Halbfinale steht, will man dieses auch gewinnen und das haben wir.“

So wird der SVA im Endspiel auf den Ummendorfer SV treffen, denn die Kicker um Cheftrainer Chris Sacher gewannen ihr Halbfinale gegen den TSV Niederndodeleben souverän.

Statistik

SV Angern: Tobias-Marcel Vollmering, Leon Pape (65. Cedric Marius Herrmann), Christian Pregla, Max Dieckmann, Erik Lukas Koch (90. Tim Rittner), Stefan Mertens, Jan Wenzel, Tom-Lucas Wedekind, Torsten Francke, Stefan Motilewski, Bastian Gronkowski

Oscherslebener SC: Christoph Rütze, Martin Wulf, Daniel Dräger, Christian Rasch, Steffen Wegener, Nils Brunner, Manuel Zabel, Siezar Abdullah (70. Benjamin Rode), Kevin Riedl, Peter Jordan, Adrian Fahr (65. Floralb Daxha)

Schiedsrichter: Felix Bausenwein (Leipzig)

Tore: 0:1 Peter Jordan (8.), 1:1 Bastian Gronkowski (21.), 2:1 Stefan Motilewski (89.), 3:1 Stefan Motilewski (90.)

Zuschauer: 217