Gröningen l Es spielte der Dritte gegen den Fünften, beide nur durch einen Punkt getrennt, bei einem Spiel weniger für Gröningen. Durch dieses Remis fiel Gröningen auf Tabellenplatz vier zurück, bleibt aber die einzige ungeschlagene Mannschaft der Bördeoberliga.

Die Eintracht hatte mit den Gästen aus Eilsleben in den letzten Jahren nur wenige Probleme. Es kam seit 2012 zu sechs Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage. Doch das ist nur Statistik. Die Ausgangslage vor diesem Heimspiel war völlig offen. Eilsleben zeigte sich als der erwartet schwere Gegner, der über die gesamte Spielzeit den Überblick behielt und einen starken Eindruck hinterließ.

Führungstreffer nach erster Aktion

Das Spiel hatte noch nicht so richtig begonnen, da stand es auch schon 0:1. Die erste Aktion überhaupt führte zu einem eigentlich ungefährlichen 20-Meter-Freistoß für den ESV. André Besig im Gröninger Tor konnte den Ball nur prallen lassen. Niklas Ruprecht nahm dieses Geschenk dankbar an und es stand 0:1. Gröningen ließ sich durch diesen frühen Rückstand nicht beeindrucken, spielte ansehnlich nach vorn und kam zu seinen Möglichkeiten.

Auffällig war die gute Leistung des immer wieder gut mitspielenden Gästetorwarts Steven Blume, der oft eher am Ball war und manche Eintracht-Chance zunichte machte. In der 32. Spielminute hätte das zweite Gästetor fallen können. Nach erneuten Fehlern in Gröningens Verteidigung hatten die mitgereisten Eilslebener Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch Sascha Althaus konnte auf der Torlinie den Ball noch über die Latte lenken. Danach war Gröningen an der Reihe. Nico Sauer schoss scharf über den Kasten. Eine schöne Kombination über Christian Lüers und Marcel Tangermann schloss Sebastian Eisemann ab, doch der Torwart war zur Stelle.

Nachdem Daniel Stocks Heber über das Tor gegangen war, war Halbzeit. Die zweite Hälfte begann mit einem schnellen Sturmlauf von Eilslebens Ole Stolte über rechts, aber es reichte nur zum Eckball. Es folgten die erfolgreichen zwei Minuten der Gröninger Eintracht. Der zur Halbzeit eingewechselte Deniz Söder kam im Zweikampf mit Eilslebens Torwart zu Fall und es gab Foulelfmeter. Eilslebens Proteste halfen nichts. Der Gefoulte selbst schickte den Torwart in die falsche Ecke. Nur eine Minute später dann das zweite Gröninger Tor. Nach einem abgewehrten Eckball kam der Ball zu Christian Lüers.

Ruprecht mit dem Ausgleich

Per Direktabnahme landete sein gefühlvoller Schuss aus 20 Metern im Eck zur 2:1-Führung für Gröningen. Doch Eilsleben spielte stark weiter und so kam es noch zum verdienten Ausgleich durch Ruprecht. Gröningens Verteidigung war wieder einmal nicht voll auf der Höhe, als der Ball nach einem harmlosen Angriff im Tor landete. Es blieb spannend, aber auch fair. Tore gab es nicht mehr. Schiedsrichter Gordon Gerhardi hatte ein schwieriges Spiel zu leiten und hat dies sehr, sehr gut getan.