Haldensleben l Nach einem spielfreien Wochenende greift der TSV Bregenstedt mit einem Auswärtsspiel beim TSV Hadmersleben wieder in das Ligageschehen ein. Der Spitzenreiter geht beim Tabellenzehnten als Favorit in die Partie, zeigt sich mit Blick auf die Heimstärke der Hausherren aber gewarnt.

„Eine schwere Aufgabe für mein Team. Die Zuschauer können in Hadmersleben ausschlaggebend sein, wenn sie die eigene Mannschaft gut pushen“, weiß TSV-Trainer Volkmann um den Einfluss von außen. Gezwungenermaßen wird der Spielertrainer in der kommenden Begegnung nicht auf dem Spielfeld stehen können, nachdem ein Bruch des Ringfingers attestiert wurde. Nur gut, dass der Übungsleiter für derartige Zwischenfälle weiterhin auf einen breiten Kader bauen kann.

Ein persönlicher Meilenstein

„Gut, dass mir das passiert ist. Ein anderer Ausfall wäre prekärer gewesen“, erklärt der Coach, der am Sonnabend mit einem Gips Anweisungen von der Seitenlinie geben wird. Gelingt es dem Spitzenreiter im achten Spiel den achten Sieg in Folge einzufahren, darf auch der Trainer einen persönlichen Meilenstein feiern. „Das wäre dann mein 50. Sieg als Coach des TSV“, kennt der Bregenstedter Übungsleiter die nackten Zahlen. Darüber hinaus hat er sich mit seinem Team vorgenommen, bis zum Ende der Hinserie ungeschlagen zu bleiben. „Das wäre natürlich ein Kracher als Aufsteiger“, so der Cheftrainer.

Zufriedenstellend zeigt sich die Situation auch beim SV Hötensleben, der nach einem 6:0-Heimsieg gegen den TSV Hadmersleben auf zwei Punkte zum TSV Bregenstedt aufschließen konnte. „Wir sind im Soll und spielen oben mit, jedoch habe ich mit einem Erfolg in dieser Höhe gar nicht gerechnet“, verrät SVH-Trainer Strauß, der auf wichtige Stammkräfte verzichten musste. Ein Großteil wird dem erfahrenen Übungsleiter auch im kommenden Auswärtsspiel bei der SG Grün-Weiß Dahlenswarsleben nicht zur Verfügung stehen. „Wie wir die Ausfälle kompensieren werden, müssen wir sehen. Ich verlasse mich auf mein Team“, nimmt Strauß die angespannte Personalsituation gelassen. Indes fällt dem Trainer die Vorbereitung auf den Gegner mehr oder weniger schwer. „Das Leistungsvermögen der Dahlenwarsleber lässt sich aktuell schwer beurteilen. Es wird wohl darauf ankommen, welche Spieler bei den Hausherren auflaufen“, ist sich der SVH-Coach sicher, dass die aktuelle Tagesform entscheidend ist. Vertraut man dem Gesetz der Serie, seit dem vierten Spieltag wechselten sich Sieg und Niederlage bei den Gastgebern ab, dürfte ein Sieg der Hötenslebener orakelt werden.

Süplingen gelingt Befreiungsschlag

Nach zwei Niederlagen in Serie hat der SV Grün-Weiß Süplingen einen Befreiungsschlag gelandet. Im Stile eines angeknockten Boxers überraschte die Elf von Daniel Fest am vergangenen Spieltag mit einem deutlichen 4:1-Erfolg beim Tabellendritten Eilslebener SV und zog somit vorerst den Kopf aus der Schlinge. Ob der Erfolg nur ein kurzes Strohfeuer ist oder die Trendwende eingeleitet hat, werden die Grün-Weißen im kommenden Heimspiel gegen den Tabellennachbarn SV Gutenswegen/Klein Ammensleben unter Beweis stellen. „Wir wollen den Schwung aus dem Sieg gegen Eilsleben mitnehmen und gerade Zuhause wieder mal ein gutes Spiel anbieten“, gibt sich Süplingen-Trainer Daniel Fest motiviert. Mut gibt dem Coach besonders die Rückkehr von Martin Constabel und Benny Müller, die nach längeren Verletzungspausen wieder aktiv sind. „Das ist hilfreich, auch wenn die Personalsituation weiter schwankend ist. Mit den Gausebergern treffen wir auf eine Mannschaft, die ihr Potential zumindest tabellarisch, wohl auch noch nicht ausgeschöpft hat. Ich sehe ein Spiel auf Augenhöhe“, schätzt Fest ein, der die Tagesform für entscheidend hält. „Gutenswegen kann an guten Tagen jeden Gegner in der Bördeoberliga schlagen“, so der Übungsleiter abschließend zu den Qualitäten des Tabellensiebten. Aufgrund der Vorzeichen, im Erfolgsfall hält eine der beiden Mannschaften weiter Anschluss an die vorderen Tabellenränge, dürfte eine spannende Auseinandersetzung erwartet werden.

Das Topspiel des Spieltags wird auf dem Fuchsberg in Neuenhofe ausgetragen. Die Hausherren um Trainer Kevin Pooth empfangen als Tabellenvierter den SC Germania Kroppenstedt, der auf Rang sechs liegt. „Das ist für uns immer ein komischer Gegner“, erinnert sich der Neuenhofe-Trainer an verschiedenste Resultate aus der jüngsten Vergangenheit. Für die Begegnung fordert der Coach besonders in der Defensive mehr Stabilität. „Wir müssen kompakter stehen, damit wir nicht so viele Treffer kassieren“, mahnt der Blau-Weiß Übungsleiter an, der zudem auf zahlreiche Stammspieler verzichten muss. „Wir werden das aber kompensieren können“, gibt sich Pooth optimistisch. Gelingt Neuenhofe ein Erfolg gegen die wiedererstarkten Kroppenstedter dürfte auch der Blick in die Tabelle für den Trainer wieder wertvoller werden. „Ich schaue derzeit nur unregelmäßig in das Klassement“, verrät der Übungsleiter, der im Erfolgsfall mit seinem Team Anschluss an das vordere Tabellentrio hält.

Den Spieltag beschließt am Sonntag das Kellerduell beim FSV Barleben II, der den Tabellenelften SV Groß Santersleben am Barleber Anger um 14 Uhr empfängt.

Der neunte Spieltag der Bördeoberliga:

GW Süplingen - Gutensw./Kl. Amm. Sa 15:00

BW Neuenhofe - G. Kroppenstedt Sa 15:00

Eilslebener SV - Bebertaler SV Sa 15:00

GW Dahlenwarsl. - SV Hötensleben Sa 15:00

TSV Hadmersleben - GW Bregenstedt Sa 15:00

E. Gröningen - BW E. Wanzleben Sa 15:00

FSV Barleben II - Gr. Santersleben So 14:00