Haldensleben l Nach starkem Auftritt in Amsdorf fuhr die ersatzgeschwächte Wagner-Elf am Sonnabend mit einer bitteren 0:1-Niederlage nach Hause.

HSC hält dagegen

Am Ende ließen die Haldensleber die Köpfe hängen. Bis drei Minuten vor Abpfiff bot der HSC dem Tabellenführer Romonta Amsdorf Paroli, dann entschied Schiedsrichter Rüdiger auf einen fragwürdigen Elfmeter. Dieser stellte den Spielverlauf auf den Kopf und ließ die „Blau-Gelben“ mit leeren Händen da stehen. Im Vorfeld sprach HSC-Coach Wagner seinem ersatzgeschwächten Team viel Mut zu, denn er musste in Amsdorf gleich auf acht Spieler verzichten. Aber die „Elf“ auf dem Platz hatte verstanden und machte es den seit 15 Spielen ungeschlagenen Amsdorfern schwer.

Der Gast versteckte sich keineswegs und suchte selbst das Glück in der Offensive. Die Heimelf fand durch viele verbissene Zweikämpfe nicht in ihr Spiel und der HSC ging sehr diszipliniert zu Werke. Bis zu den Strafraumgrenzen sah das Spiel beider Mannschaften gefällig aus, doch zu ernsthaften Tormöglichkeiten sollte es in den ersten 45 Minuten nicht kommen.

Chancen auf beiden Seiten

Nach dem Seitenwechsel sollte es zu ersten Torgelegenheiten kommen. Die erste Chance gab es auf Seiten der Gastgeber. Nach einem Eckball kam Hernacki (50.) frei zum Kopfball und setzte das Leder nur knapp am Pfosten vorbei. Aber auch der HSC präsentierte einen schönen Spielzug, den Sacher (53.) mit einem strammen Schuss aus 16 Metern beendete, doch das Spielgerät ging knapp über den Querbalken.

So entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, in dem Chancen Mangelware waren, doch die Spannung blieb dem Spiel erhalten. Der HSC setzte immer wieder kleine Nadelstiche im schnellen Umschaltspiel, aber verpasste es aus solchen Situationen mehr zu machen.

Aufwand wird nicht belohnt

Die Defensive um Wille, Zimmermann, Duda und Hevekerl stand sicher und ließ auf der Gegenseite nichts anbrennen. So drehte sich der Uhrzeiger kontinuierlich Richtung Abpfiff und ein gerechtes Remis beider Mannschaften stand bevor. Doch drei Minuten vor dem Ende ertönte nochmals ein Pfiff im „Sportzentrum Peter Müller“. Der zuvor gut leitende Schiedsrichter Rüdiger zeigte zum Entsetzen aller HSC-Akteure auf den Elfmeterpunkt.

Cristovao (86.) sollte seinen Gegenspieler unfair gestoppt haben, so sah es jedenfalls der Schiedsrichter. Hernacki (87.) legte sich das Leder zurecht und ließ dem bis dahin ungeprüften Switala keine Abwehrchance. So stellte Amsdorf das Spiel auf den Kopf und ging drei Minuten später als Sieger vom Platz.

Wagner gibt Einschätzung

Der enttäuschte Marco Wagner sagte nach dem Spiel: „Ich bin trotz der bitteren Niederlage stolz auf meine Mannschaft, weil wir heute ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Leider wurden und haben wir uns dafür nicht belohnt. Meine Mannschaft hat alles umgesetzt, was ich gefordert habe. Es fehlte zu keiner Sekunde an Disziplin, mannschaftlicher Geschlossenheit, Willen und Mentalität auf dem Platz, doch leider gab es für uns am Ende nicht den mehr als verdienten Punktgewinn. Selbst die Amsdorfer Akteure sagten nach dem Spiel, dass dies ein geschenkter Elfmeter war und das ist somit für uns sehr, sehr bitter.

Für mich ist es nun wichtig, dass wir Woche für Woche genau diese Leistung abrufen, denn nun kommen die Wochen der wichtigen Spiele, um nicht noch in den Tabellenkeller zu rutschen. Am kommenden Wochenende erwarten wir Bitterfeld/Wolfen und darauf müssen wir auswärts bei Fortuna Magdeburg antreten. Sollte es meiner Mannschaft gelingen, diese Basics kontinuierlich abzurufen, werden wir auch wieder die nötigen Punkte einfahren. Davon bin ich überzeugt. Positiv zu erwähnen war heute auch, dass Sebastian Tolle nach seiner Verletzung wieder einige Minuten auf dem Platz stand.“

Statistik

HSC: Switala - Wille, Duda, Zimmermann, Hevekerl - Mäde, Cristovao (88.Tolle), Schiefer (88.Hampel), Sacher, Lipowski (82.Hauer) - Krüger

Tor: 1:0 Hernacki (87. / Foulelfmeter)