Haldensleben l Es war die erste Liganiederlage nach sechs Spielen für den Haldensleber SC. Nach 90 Minuten erbarmungslosem Kampf verlor der HSC am Ende mit 0:2 gegen den Favoriten aus Halle-Ammendorf.

Die Elf von Marco Wagner bot dem Meisterschaftsfavoriten lange Paroli und erspielte sich ein Plus an Torchancen heraus, doch nach dem Schlusspfiff setzte sich die Effizienz der Hallenser durch. Der HSC ging als Außenseiter von Beginn an hochmotiviert in die Partie und sollte bereits nach nur 30 Sekunden die erste Chance bekommen. Nach einer Flanke von Sacher verpassten im Strafraum mit Hevekerl und Siegmund gleich zwei HSC-Akteure.

Batoure köpft zur Führung

Nach zehn gespielten Minuten ließen sich die Gäste das erste Mal vor dem HSC-Tor blicken und hatten durch Batoure die erste Möglichkeit, sein Schuss ging aber am Tor vorbei. Nach einem Freistoß war es dann abermals Batoure (20.), der sich am höchsten schraubte und per Kopf zum 0:1 für Halle traf. Dies tat dem Matchplan des HSC aber keinen Abbruch und die Wagner-Elf spielte weiter mutig und aggressiv.

Die zweite große HSC-Chance sollte wenig später folgen, denn wieder war es Sacher, der als Vorbereiter diente und Heverkerl (23.) beförderte den Ball aus fünf Metern über das Tor. Der HSC übte weiterhin Druck auf das Tor der Gäste aus und befand sich jetzt in der besten Phase des Spiels.

HSC bleibt selbstbewusst

Nach einer gespielten halben Stunde verpassten Sacher und Siegmund eine dicke Doppelchance. Beide Schussversuche entschärfte Guth im Hallenser Tor. So ging eine starke Verbandsligapartie in die Pause, in der die Gäste etwas glücklich führten.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer im Waldstadion das gleiche Bild. Der HSC kam über viel Kampf und war mindestens ebenbürtig den Gästen gegenüber. Die erste Chance im zweiten Durchgang bekam Kapitän Girke (50.) per Freistoß. Sein Schuss aus 25m ging knapp am linken Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite versuchte es Sachs (58.) und hatte eine der wenigen Möglichkeiten für sein Team. Sein Schuss parierte Switala stark. In der nächsten Druckphase des HSC traf wie aus dem Nichts heraus Frohne (70.). Sein Schuss aus dem Gewühl heraus sprang vom Innenpfosten ins Netz.

Chancen über Chancen

Auch nach dem 0:2 bäumte sich der HSC weiter auf und sollte noch zu reichlich Torchancen kommen. Den Schuss vom eingewechselten Lipowski (75.) parierte Guth und nur eine Minute später jagte Siegmund (76.) das Leder aus vier Metern über die Querlatte.

Die nächste Chance gab es nach einem Girke-Eckball (81.), wo der Ball durch den ganzen Strafraum flog und es gleich drei HSC-Akteure nicht fertig bekamen, ihn zu treffen. Die letzte Chance zum möglichen Anschlusstreffer vergab Sacher (87.), dessen Schuss um Zentimeter am langen Pfosten vorbei ging.

Danach pfiff Schiedsrichter Rüdiger das Spiel pünktlich ab und dem HSC war es nach einer ganz starken Partie nicht vergönnt, einen Treffer zu erzielen.

Wagner lobt Schützlinge

Trainer Marco Wagner fand nach dem Schlusspfiff nur lobende Worte für seine Mannen: „Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise wie wir heute aufgetreten sind. Man hat heute keinen Unterschied zwischen uns und einer Verbandsliga-Spitzenmannschaft gesehen. Einen Punktgewinn hätten wir uns heute mehr als verdient. Das macht Mut für die kommenden Aufgaben und das ist genau der richtige Weg, um diese zu bewerkstelligen.“

Am kommenden Sonntag muss der Haldensleber SC nach zwei Heimspielen wieder auswärts antreten. Um 14 Uhr gastieren die „Blau-Gelben“ beim Aufsteiger SV Kelbra. Momentan trennen beide Teams nur zwei Punkte.

Haldensleber SC: Switala - Wille, Schunaew, Zimmermann, Hübner - Mäde, Girke, Duda (74.Krüger), Hevekerl (68.Lipowski), Sacher - Siegmund

Torfolge: 0:1 Batoure (20.), 0:2 Frohne (70.).