Barleben l  Im Derby beim Haldensleber SC setzte es eine 0:1-Niederlage und damit wie schon vor drei Jahren das Aus im Landespokal. Das Tor des Tages vor 250 Zuschauern schoss Pascal Thieke in der 40. Minute.

Waren es vor knapp drei Jahren noch zwei Gegentore und zwei Platzverweise für den FSV Barleben, sahen die Besucher im Waldstadion diesmal nur einen Treffer von Thieke und einen Platzverweis für Potyka. Barlebens Mittelfeldstratege griff sich acht Minuten vor dem Ende HSC-Talent Felix Kaschlaw, der sich clever fallen ließ und dem nicht immer sicheren Schiedsrichter Nick Kahlert die richtige Entscheidung abnahm. Es war der einzige Aufreger in einem fairen, aber nicht hochklassigen Derby.

HSC-Führung nach intensiver Anfangsphase

Während der FSV ohne personelle Überraschungen in die Partie ging, beorderte Marko Fiedler nach der Rückkehr von Marius Wille den Allrounder Benjamin Sacher auf die Linksverteidigerposition. „Wir wussten, dass Barleben über die Außenpositionen Tempo mitbringt, dem wollten wir entgegen wirken. Das hat gut geklappt“, bewertete Fiedler. Die Gastgeber kamen besser in die Partie, waren griffiger in den Zweikämpfen, sicherer am Ball. Nach einem Fehler von Dennis Spitzer war Kaschlaw das erste Mal auf und davon, verpasste aber den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss. Die Barleber machten in dieser Phase viele Angebote durch schnelle Ballverluste, hatten auf der Gegenseite aber auch eine ganze Reihe an Standardsituationen. Gefährlich wurde es aber nicht. Ein Flachschuss von Potkya (20.) und ein zu zentraler Versuch von Krüger im Gegenzug waren sichere Beute für die Torhüter.

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Die Blaupause zum späteren Führungstreffer bekam man bereits in der 25. Minute zu sehen. Marius Wille marschierte über die rechte Seite, traf aber mit seiner harmlosen Flanke (noch) die falsche Entscheidung. Eine Viertelstunde später machte der Sprinter dann alles richtig. Er ließ Spitzer stehen und bediente Pascal Thieke, der sicher verwandelte. „Es ist besonders ärgerlich, wenn man genau weiß, was der Gegner machen will, die Mannschaft darauf hinweist und es am Ende trotzdem nicht konsequent genug verteidigt“, bewertete Christoph Schindler die Situation. Im Gegenzug zwang Weiß per Fernschuss HSC-Keeper Switala zu einer Glanztat.

Die Gäste kamen mit mehr Entschlossenheit aus der Pause, hatten nun mehr Zugriff. Chancen blieben gegen den nur kurzzeitig zu passiven Haldensleber SC aber selten. Franz Gründler köpfte nach einem Eckball freistehend vorbei (61.), ein Kalkutschke-Freistoß ging abgefälscht über das Tor (70.). Auf der anderen Seite verpasste Reuter zuvor nach tollem Spielzug den Abschluss und damit die frühe Vorentscheidung (56.).

Switala rettet sein Team

Auch nach der Roten Karte für Marwin Potyka ging Barleben ins Risiko und hätte sich in der Nachspielzeit mit dem Ausgleich belohnen können, wenn nicht müssen. Der eingewechselte Michael Ölze tauchte nach einem Stellungsfehler vom starken Schunaew frei vor Switala auf, doch der Schlussmann parierte klasse und bewahrte sein Team vor der Extraschicht. „In der ersten Halbzeit kann ich nur die Chancenverwertung etwas bemängeln. Letztendlich haben wir gut verteidigt und uns auch aus der kurzzeitigen Umklammerung gut gelöst“, zog Marko Fiedler ein positives Fazit.

Statistik

Tor: 1:0 Pascal Thieke (39.).

Beso. Vorkommnis: Rote Karte für Potyka (82.).