Haldensleben l Zwar ließ der HSC über weite Strecken des Spiel nichts anbrennen, doch was die eigene Chancenverwertung angeht, ging man sehr schlampig damit um. Das Team von Trainer Marco Wagner war vor dem Anpfiff gewarnt, denn Gastgeber Arneburg schaltete in der ersten Runde den Landeslisten Ilsenburg mit 8:0 aus. So gingen die Blau-Gelben auch von Beginn an konzentriert ans Werk und sollten im ersten Durchgang reihenweise Tormöglichkeiten kreieren. Hasse (2. Minute) und Sacher (6.) hätten durch ihre Möglichkeiten den HSC bereits früh auf die Siegerstrasse führen können, doch beide scheiterten frei vor Arneburgs Keeper Maier. Weiter ging es mit einem Spiel auf ein Tor, in dem der HSC ganz klar das Kommando hatte. Die nächste riesen Chance ließ Kapitän Girke (20.) liegen, als er die halbe Arneburger Abwehr schwindlig spielte, aber frei vorm Tor den Ball knapp über den Querbalken setzte. Nur eine Minute später versuchte es Girke aus 20 Metern und traf nur die Querlatte. Nach einer halben Stunde ließen sich die Gastgeber im HSC-Strafraum-Strafraum blicken und aus einem Gewühl fiel fast ein Tor. Nach dieser Szene ließ der HSC noch drei Chancen zur Führung liegen: Girkes Freistoß (36.), Zimmermanns Kopfball (36.) und Hevekerls Schuss (42.). Mit einem für die Heimelf schmeichelhaften 0:0 ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel verpuffte das druckvolle Spiel der Blau-Gelben etwas und so kam Arneburg zur ersten Gelegenheit im zweiten Abschnitt. Den Kopfball von Lübke (56.) entschärfte Switala sicher. Nach gut einer Viertelstunde schaltete der HSC wieder einen Gang nach oben und Siegmunds Kopfball (60.) brachte erste Gefahr in der zweiten Halbzeit. Wenig später versuchte es Hasse (65.) aus 18 Metern, doch auch sein Schuss verfehlte das Tor knapp. Aber die Elf von Marco Wagner behielt die Ruhe und beackerte weiter den Gegner.

Der Knoten platzt

Wiederum nur fünf Minuten später sollte dann der Knoten endlich platzen. Girke bediente Hasse (70.) im Strafraum und jener schlenzte das Spielgerät punktgenau ins lange Eck zur umjubelten Führung. Dann musste der HSC eine Schrecksekunde überstehen, denn Arneburgs Müller (74.) tauchte völlig frei vor dem Tor auf, doch HSC-Schlussmann Switala parierte glänzend und hielt die knappe Führung fest. Im Gegenzug wurde Siegmund perfekt freigespielt. Er konnte nur durch Foulspiel gestoppt werden und folgerichtig gab es Elfmeter für den HSC. Dies spielte den Gästen in die Karten, denn Girke (75.) verwandelte sicher zur 0:2-Vorentscheidung. Die endgültige Entscheidung sollte aber nicht lange auf sich warten lassen. Abermals wurde Hasse (77.) bedient, doch diesmal verwandelte er sicher und schob den Ball an Maier vorbei. In den letzten zehn Minuten sollte nichts Nennenswerten mehr passieren und so gewann der HSC verdient mit 0:3 in Arneburg.

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HSC-Coach Wagner in seiner Einschätzung: „Ein absolut verdienter Sieg, denn wir waren, bis auf zehn Minuten in der zweiten Halbzeit, die klar bessere Mannschaft. Das Endergebnis von 0:3 hätte zur Halbzeit schon auf der Anzeigetafel stehen müssen, nachdem wir sieben Großchancen liegen gelassen haben. Am Ende ist es aber auch in der Höhe ein verdienter Erfolg. Wir freuen uns natürlich über den Einzug ins Achtelfinale und sind gespannt auf unseren kommenden Gegner.“

Die Auslosung für das Achtelfinale findet bereits heute Nachmittag statt. Am kommenden Samstag kommt es dann zum Verbandsliga-Spitzenspiel im Haldensleber Waldstadion, wenn der HSC den letztjährigen Meister und derzeitigen Tabellenführer Romonta Amsdorf empfängt.

Tore

0:1 Hasse (70.), 0:2 Girke (75./Foulelfmeter), 0:3 Hasse (77.)