Haldensleben l  Der 2:0-Sieg gegen Bitterfeld-Wolfen war verdient, kam aber erst in der Schlussphase zu Stande. Im dritten Anlauf beendete der HSC seinen Heimfluch. Durch die späten Treffer von Krüger und Hevekerl klettert das Team von Marco Wagner auf Platz neun der Verbandsliga-Tabelle.

Von Beginn an merkte man beiden Mannschaften die Wichtigkeit des Duells an und so entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel auf beiden Seiten. Die erste gute Gelegenheit sollte der HSC bekommen. Nach einem Freistoß von Krüger kam Schunaew (6.) zum Kopfball und der Ball klatschte an die Querlatte. In dieser Szene verletzte sich der Bitterfelder Kauna (7.) so schwer, dass er ins Haldensleber Krankenhaus eingeliefert werden musste, zudem war das Spiel dadurch 25 Minuten unterbrochen. Der HSC wünscht Marvin Kauna auf diesem Wege gute Besserung. Nach der langen Unterbrechung fanden beide Mannschaft kaum ins eigene Spiel und so waren unzählige Fehlpässe auf der Tagesordnung.

Mitte der ersten Halbzeit übernahm der Gastgeber deutlich mehr das Zepter und sollte zu weiteren Torchancen kommen. Die beste vergab Sacher (31.) mit seinem Schuss aus zwöf Metern, den der Gästetorwart Schlegel stark parierte. Nur zehn Minuten später bekam Sacher (41.) seine zweite Chance, doch diesmal wurde sein Schuss abgefälscht und ging nur Zentimeter am Pfosten vorbei.

Schlegel hält bärenstark

Nach dem Seitenwechsel kam ein deutlich aggressiverer HSC auf den Platz zurück und sollte die zweiten 45 Minuten bestimmen. Von Minute zu Minute erspielte sich die Heimelf ein Chancenplus. Die erste Möglichkeit hatte Siegmund (51.), doch sein Schuss parierte der gut aufgelegte Schlegel. Wenig später versuchte es Hevekerl (60.), doch wieder war das Glück auf der Gästeseite, denn der Ball ging abgefälscht knapp am Tor vorbei.

Die Gäste hätten nur fünf Minuten später das Spiel auf den Kopf stellen können, denn Potapenko (65.) kam vor Switala zum Schuss, doch verfehlte das Gehäuse. Nun investierte der HSC immer mehr ins Spiel und haderte öfters mit Torwart Schlegel. Erst kam Zimmermann (70.) zum Kopfball, den Schlegel bärenstark zum Eckball entschärfte. Bei der daraus folgenden Ecke setzte sich Schunaew (71.) durch und das Leder neben den Pfosten. Aber der HSC steckte zu keiner Zeit auf und sollte in der Schlussphase für seinen Aufwand belohnt werden. Nach starkem Dribbling von Sacher, bediente er den freien Krüger (79.), der aus 16 Metern den Ball in den Torwinkel setzte. Aufgrund der Chancenmehrheit ging der HSC verdient in Führung.

In der Defensive ließ das Team von Wagner nichts mehr anbrennen und kam in der Schlussminute sogar noch zum 2:0. Nach Heverkerls Schuss (90.) glitt dem bis dahin starken Gästekeeper das Leder durch die Hände und besiegelte den ersten Heimerfolg 2019 für den HSC.

HSC erzwingt es

Marco Wagner sagte nach dem Spiel: „Bei aller Freude über den ersten Heimerfolg dieses Jahres wünsche ich persönlich, der Verein und die gesamte Mannschaft, dem Spieler Marvin Kauna alles Gute und eine schnelle Genesung. Am Ende können wir einen verdienten Sieg einfahren, auch wenn es heute nur unter schwierigen Bedingungen möglich war. Die lange Unterbrechung und die schmeichelhaften Platzverhältnisse ließen heute kein normales Fußballspiel zu Stande kommen. Wir haben uns ein großes Chancenplus herausgespielt und somit auch mehr als verdient gewonnen. Meine Mannschaft hatte heute schon ziemlich großen Druck, das Spiel gewinnen zu wollen, sogar gewinnen zu müssen. Somit haben wir es am Ende sicherlich auch erzwungen und umso glücklicher bin ich über die drei enorm wichtigen Punkte.“

Am kommenden Samstag erwartet den HSC erneut ein schweres Spiel, wenn es zum Tabellennachbarn Fortuna Magdeburg geht.

HSC: Switala - Wille, Schunaew, Zimmermann, Duda - Mäde, Cristovao, Sacher (88. Hampel), Hevekerl, Krüger (80. Krause) - Siegmund (90. Tolle)

Tore: 1:0 Krüger (79.) , 2:0 Hevekerl (90.)