Staßfurt l Coach Marco Wagner, der auf acht Spieler verzichten musste, nahm sein Team für die letzte Trainingswoche in die Pflicht.

„Wenn wir versuchen mit minimalem Aufwand den maximalen Ertrag zu erreichen, wird das nicht funktionieren. Nach dem guten Trainingslager zeigt Formkurve nach unten. Dazu kommt eine schwache Trainingsbeteiligung“, warnt der HSC-Coach sein Team. Mit der Leistung der Spieler, die gegen den Landesligisten auf dem Feld standen, war Wagner grundsätzlich zufrieden. „Sie haben das ordentlich gemacht. Die Gegentore sind diskutabel, aber in einem Test sind die Ergebnisse ohnehin zweitrangig.“

Gastgeber beginnt mutig

Gegen die Haldensleber fanden die Staßfurter auf dem heimischen Kunstrasenplatz gut in die Partie. Die 09er traten gegen die ersatzgeschwächten Gäste von Beginn an mutig auf. Und dieser Mut wurde belohnt, denn Marc Burdack (14.) traf zum 1:0 für den Gastgeber. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit insgesamt gut im Griff gehabt“, lobte Jens Liensdorf sein Team.

Komplimente hatte der 09-Trainer später auch für den Gegner übrig, der das 1:1 von Sergio Cristovao (30.) mit einem „herrlichen Angriff“ herausspielte. Allerdings begünstigten die Staßfurter den Treffer, wie Liensdorf monierte: „Wir waren zu lange in der Unordnung und wurden dafür bestraft.“

Es blieb jedoch einer der wenigen Kritikpunkte, denn die 09er spielten weiter munter nach vorn. Treffer Nummer zwei ließ aber bis zur 44. Minute auf sich warten, als Benjamin Kollmann einen Foulelfmeter zur 2:1-Führung verwandelte. Die knappe Führung des Landesligisten war zu diesem Zeitpunkt auch verdient. „Wir hatten viele gute Möglichkeiten und deshalb waren die zwei Treffer für uns absolut okay“, stellte Staßfurts Trainer fest.

Staßfurter mit Vorbereitung zufrieden

Nach der Halbzeit änderte sich an der Szenerie wenig. Beide Teams lieferten sich ein teilweise rassiges Duell mit Chancenvorteilen für die 09er, die durch einen sehenswerten Heber Nick Ungers (87.) für die Entscheidung sorgten – 3:1. Marian Rosenbach konnte in der Schlussminute dann nur noch zum 3:2 verkürzen. Entsprechend zufrieden äußerte sich Jens Liensdorf: „Bis jetzt sind wir im Soll. Wir haben in der Vorbereitung dreimal gegen Verbandsligisten nicht verloren“, untermauerte der Coach die starke Form, die seine Mannschaft im Gegensatz zum HSC gut konserviert hat.