Jersleben l Mit hohem Druck gingen die Blau-Weißen gegen die Gäste vor. So schaffte es Christopher Schindler bereits in der zweiten Minute die Jersleber mit 1:0 in Führung zu schießen. Ihm gleich machte es Ahmad Kour (27., 34.), der gleich zweimal hintereinander den Ball in den Ebendorfer Kasten versenkte. Durch das Eigentor von Aljoscha Haring (45.) hatte der SVJ seinen Vorsprung auf 4:0 ausgebaut. „Wir haben von Anfang an Gas gegeben, haben das umgesetzt, was ich auch vorgegeben hatte. Allerdings haben wir es vermissen lassen, den Deckel rechtzeitig zu zumachen“, analysierte Trainer Fabian Müller. So schaffte es die Gästemannschaft kurz vor Pausenpfiff durch Jonas Haerter (45.) noch ein Tor zu machen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber wie ausgewechselt. Es fehlten die Ideen und auch die Laufbereitschaft war nicht mehr da. Diese Schwächen nutzten die Ebendorfer aus und erzielten nach zwei Treffern von Christian Körner (49., 51.) und einem Tor von Tobias Rüst (66.) den 4:4-Ausgleich.

Sieg bringt Aufstieg

Das weckte die Heimelf wieder auf und so gelangen abermals Schindler (75.) und Ahmad Kour (87.) zwei Tore, die schließlich den 6:4-Endstand und den sicheren Aufstieg in die 1. Kreisklasse bedeuteten.

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„Wir sind überglücklich und hoch zufrieden, dass wir die Saison mit einem so gelungenen Sieg abschließen“, so Müller. Bereits im vorigen Jahr hatten die Jersleber die Chance aufzusteigen, was jedoch am Ende nicht klappte, da sie nur den zweiten Tabellenplatz erreichten. Umso größer war die Aufgabe, es in der Saison 2018/19 zu schaffen.

Aus diesem Grund wurden zu Beginn auch drei neue Spieler verpflichtet und das ganze Jahr über darauf hin gearbeitet, um das selbst gesteckte Ziel zu erfüllen. „Die zwei Jahre lange und harte Arbeit haben sich endlich ausgezahlt und zeigen, dass wir alles richtig gemacht haben“, sagt Müller euphorisch. Seit 2017 steht der Verein ganz alleine da. Die Gemeinde wollte nicht mehr für den Unterhalt des Sportplatzes aufkommen. So entschied der Vorstand die Anlagen selbst zu betreuen und zu verwalten. „Das ist echt hart, alleine zu kämpfen und dabei auch immer die Kosten im Auge zu behalten. Wir machen jedoch weiter und hoffen mit dem Aufstieg auch unseren Bekanntheitsgrad zu steigern. Wir wollen zeigen, was wir sportlich zu bieten haben, um so auch weitere Sponsoren anzulocken“, erklärt Müller. Sportlich wird das Ziel in der kommenden Saison der Klassenerhalt sein, um so die Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben.

Tore: 1:0 Christopher Schindler (2.), 2:0 Ahmad Kour (27.), 3:0 Ahmad Kour (34.), 4:0 Eigentor (34.), 4:1 Jonas Haerter (45.), 4:2 Christian Körner (49.), 4:3 Christian Körner (51.), 4:4 Tobias Rüst (66.), 5:4 Christopher Schindler (75.), 6:4 Ahmad Kour (87.).