Oschersleben l Die Rollenverteilung vor dem Derby war in der Vergangenheit stets klar geklärt. In der Favoritenrolle agierte der große OSC, als Außenseiter versuchte sich meistens die Germania aus Wulferstedt. Doch vor dieser Saison sind die Erwartungen anders, zumindest bei OSC-Coach Thomas Klare. „Natürlich sind wir an und für sich der größere Verein mit mehr Jugendmannschaften. Doch wenn man auf die Kader der beiden Mannschaften guckt, sind sie besser aufgestellt als wir. Deshalb sind wir am Freitag auch der Underdog.“

Für sein Pendant auf Wulferstedter Seite, Stefan Mohr, ist die Sache nicht ganz so klar. „Der OSC hat das erste Spiel gewonnen und weiß, wo er steht. Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt, aber dafür können wir uns nichts kaufen. Von daher ist der OSC für mich der Favorit, auch weil er zu Hause spielt.“ Fest steht, die Germania möchte ihre ordentliche Vorjahresplatzierung (Rang vier) in dieser Spielzeit bestätigen und sollte dies, wenn sie vom Verletzungspech verschont bleibt, auch schaffen. „Ein guter Start wäre wichtig, um ins Rollen zu kommen“, sagt Mohr, der nach dem Derby mit seiner Mannschaft Stahl Thale empfängt. Im Prestigeduell werden einige Spieler fehlen, „wir werden aber eine gute Startelf auf den Platz bringen“, verspricht der 34-Jährige.

Der OSC muss auf Keeper Martin Rothämel verzichten. „Wir werden uns schon etwas einfallen lassen“, erklärt Klare, der mit seinem Team erst einmal genug Punkte für den Klassenerhalt sammeln will. Referee ist Dirk Rittweger.

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Landesliga

Heute Abend ist der Ummendorfer SV beim MSC Preussen zu Gast. Nach dem geglückten Auftaktspiel will die Sacher-Elf in Magdeburg nachlegen und mindestens einen Punkt mitnehmen. „Wir erwarten einen Gegner der Titelambitionen hat und der seine Auftaktniederlage jetzt zuhause wieder gut machen will“, gibt sich Chefcoach Chris Sacher realistisch. Einfach wird das Spiel für die Ummendorfer Kicker nicht, auch wenn die Stimmung im Team nach dem 3:2-Sieg über Union Schönebeck immer noch sehr gut ist. So ist das Ziel ein Punkt, doch ist es für den Coach nicht tragisch, wenn sie leer ausgehen. „Wir wollen mutig und entspannt Fußball spielen. Wir haben nichts zu verlieren. Wir haben unsere ersten drei Punkte sicher und wir sind nicht darauf aus, jetzt unbedingt etwas zu holen. Wenn es klappt schön, wenn nicht, geht es nächste Woche weiter“, so Sacher. Der Coach kann außerdem auf einen gut gefüllten Kader zurückgreifen. So werden Maik Müller, Ringo Happe und Steffen Kaiser wieder zum Team stoßen. Hinzu kommt eine große Trainingsbereitschaft der Fußballer. Sacher kann im Schnitt 19 Spieler auf dem Trainingsplatz begrüßen. „Da merkt man, dass die Spieler heiß sind und was erreichen wollen. Manche von ihnen machen sogar Sondereinheiten und wollen damit zeigen, dass sie spielen möchten. Das finde ich sehr gut und zeigt mir auch den Willen dieser Mannschaft“, so der Trainer.

Anstoß im ehrwürdigen Heinrich-Germer-Stadion ist um 18.30 Uhr.

Verbandsliga

Vier Punkte aus den ersten beiden Spielen: der Haldensleber SC ist auf dem richtigen Weg. Heute um 18.30 Uhr möchte das Team von Marco Wagner gegen das momentane Schlusslicht aus Thalheim nachlegen. „Wir dürfen uns nicht von der Tabelle blenden lassen, sondern müssen wieder mit hoher Intensität in das Spiel gehen. Sie haben immer noch eine gute Mannschaft, auch wenn Leistungsträger den Verein verlassen haben“, warnt Wagner.

Die 1:4-Niederlage in Barleben leiteten die Rot-Weißen mit einfachen Fehlern selber ein, „gegen Dessau kannst du zu Hause auch mal 0:3 verlieren“, weiß Wagner. „Wir könnten mit einem Sieg und dann sieben Punkten beruhigt in unsere Pause gehen. Nach dem Pokalspiel in Arneburg warten mit Amsdorf und Zorbau zwei richtige Hausnummern.

Im Rahmen der Saisoneröffnung sind beim HSC bis auf Denny Hevekerl alle Mann an Deck.