Haldensleben l Am Mittwoch äußerte sich der Schiedsrichterausschuss des KFV Börde in einer Stellungnahme zu den Geschehnissen rund um das Amtsenthebungsverfahren von Alexander Kocherscheid und zum Artikel „Ausbootung eines Ansetzers“ in der Volksstimme am 22. April.

Darin heißt es: „Am 22. April 2020 berichtete die Volksstimme von einer angespannten Lage im Schiedsrichterausschuss des KFV Börde. Weiterhin wurde ein am vergangenen Sonntag eingeleitetes Amtsenthebungsverfahren gegen den Schiedsrichteransetzer Alexander Kocherscheid veröffentlicht. Der Schiedsrichterausschuss möchte nachfolgend zur aktuellen Situation Stellung nehmen: Wir bedauern es zutiefst, dass diese internen Informationen an die breite Öffentlichkeit gelangt sind.

Meinungsverschiedenheiten sind offensichtlich

Es ist wahr, dass diverse Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und weiteren Ausschussmitgliedern existieren. Diese nahmen in jüngster Vergangenheit, spätestens mit dem 14. Februar, zu. Wir wehren uns allerdings entschieden gegen die erhobenen Vorwürfe. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern Ansetzerkollege Benedict Ohrdorf einen Versuch unternahm, Alexander den Rang abzulaufen.

Diese Behauptung entbehrt jedoch jeglicher Grundlage und beruht lediglich auf subjektiven Empfindungen und Mutmaßungen. So ist es unser Obmann, der im Falle einer Amtsenthebung die laufenden Geschäfte übernimmt und eben nicht sein Kollege Benedict.

Vorwürfe werden zurückgewiesen

Als den Ausschuss am 28. März die E-Mail von Lehrwart Leon Kocherscheid erreichte, offenbarte er, dass eine weitere Zusammenarbeit zwischen Alexander und Ihm nur noch unter bestimmten Bedingungen möglich sei. Vor eine konkrete Wahl stellte er dem Ausschuss nicht. Diese als ‚Traumvorlage‘ bezeichnete E-Mail nutzte Benedict jedoch nicht, im Gegenteil, er verhielt sich bis zur gemeinsamen Entscheidungsfindung im Ausschuss neutral.

Als Ergebnis dieser Aussprache beschloss der Schiedsrichterausschuss den Antrag auf Amtsenthebung wegen grober Pflichtverletzung und Unwürdigkeit gemäß § 29 VII Satzung des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt.

Dieser Antrag beruht jedoch nicht nur auf der E-Mail von Leon und den Meinungsverschiedenheiten der Ansetzer, sondern stellt die Konsequenz einer Vielzahl von Vorfällen dar. Aufgrund des noch laufenden Verfahrens können und dürfen wir leider keine genaueren Informationen zu den Gründen und etwaigen E-Mail-Inhalten bekannt machen.

Wir hoffen auf eine den aktuellen Umständen entsprechend schnelle Entscheidung des Vorstandes und freuen uns auf eine hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft liegende Wiederaufnahme des Spielbetriebs.“