Haldensleben l Nach dem Osterwochenende, das für einige Teams aufgrund mehrerer Nachholspiele kein erholsames war, begibt sich die Bördeoberliga zurück in den wöchentlichen Alltag. Am Sonnabend sind bei besten Wettervorhersagen ab 15 Uhr wieder acht Partien angesetzt.

Grün-Weiß Süplingen - TSV Hadmersleben. Im Duell der beiden Tabellennachbarn, die das obere Mittelfeld der Bördeoberliga punktgleich anführen, empfängt Grün-Weiß Süplingen den TSV Hadmersleben. Die Gäste haben sich nach mäßigen ersten Wochen als Neuling immer besser in der Liga zurechtgefunden und kletterten seit dem 11. Spieltag stetig im Klassement nach oben.

Süplingen startet Serie

Auch Süplingen benötigte zu Beginn der Saison ein paar Spiele, um in den Rhythmus zu finden, startete dann jedoch zuletzt eine Serie von neun Spielen ohne Niederlage mit unter anderem drei Siegen in Folge. Die letzte Niederlage kassierte das Team von Fabian Lenkeit tatsächlich in Hadmersleben, als es am 8. Spieltag 3:0 für die Gastgeber hieß.

„Bei unserem Erfolg in Hadmersleben fehlte bei Süplingen der Torjäger Jacobs, damit schienen sie nicht so zurecht zu kommen. Dennoch waren sie bis zum Strafraum ein sehr spielstarker Gegner“, erinnert sich Hadmerslebens Co-Trainer Roland Manegold zurück. „Wir haben uns jetzt stabilisiert und wollen von Woche zu Woche weiter punkten, um am Ende die jetzige Position zu halten oder uns sogar noch weiter nach vorn zu schieben“, beschreibt er die Zielstellung des TSV für das letzte Drittel der Saison.

Trotz zwei Partien weniger stehen die Grün-Weißen derzeit vor dem TSV Hadmersleben und haben bei optimaler Punktausbeute in den Nachholspielen sogar die Chance auf Platz drei im Tableau.

Grün-Weiß Dahlenwarsleben - SV Groß Santersleben. Das Spiel in Dahlenwarsleben steht ganz im Sinne des Abstiegskampfs. Beide Mannschaften trennen aktuell zwar noch acht Zähler, doch die Verfolger aus Harbke und Bebertal liegen den Gastgebern dicht auf den Fersen und warten nur auf Fehler der Grün-Weißen.

Druck hat Dahlenwarsleben

„Sollte Dahlenwarsleben gegen uns verlieren, dann sind sie wieder mittendrin im Abstiegskampf. Ich sehe den Druck daher eher beim Gegner als bei uns, die sowieso jedes Spiel als Endspiel angehen“, verrät Santos-Trainer Heiko Hoffmann. Groß Santersleben bekommt außerdem seinerseits die Chance, gegen einen direkten Konkurrenten den Abstand auf das rettende Ufer zu verkürzen.

„Als Liganeuling haben wir in dieser Situation vielleicht noch den Bonus der Unberechenbarkeit. Niemand kann wirklich einschätzen, wie viel Potenzial in unserer Mannschaft steckt und wie wir am Wochenende auftreten werden“, beschreibt Hoffmann die Vorteile seiner Elf. Dass Santos noch nicht abgeschrieben werden darf, bewiesen die Gäste am Ostersamstag mit dem 3:1-Erfolg über Tabellenführer Altenweddingen, der die ersten Punkte seit dem 6. Spieltag bedeutete.

Spielsystem macht sich bewährt

„Durch den Dreier fahren wir nun mit einem Lächeln nach Dahlenwarsleben. Unser neues Spielsystem, dass gegen Harbke noch einige Fehler aufwies, hat sich gegen Altenweddingen bewährt und überrascht den Gegner vielleicht auch dieses Mal wieder.“

Im Hinspiel drehte Dahlenwarsleben nach einem Rückstand zur Pause die Begegnung noch zu seinen Gunsten, auch weil Fabian Wischeropp damals einen Hattrick schnürte. Genau dies ist für Hoffmann aber auch ein positiver Ansatz: „Dahlenwarsleben ist schon seit Jahren ein Team, das das Mittelfeld schnell überbrückt und ihre Stürmer gut in Szene setzt. Wenn man sich darauf einstellen kann, hat man einen klaren Vorteil gegen sie.“

SC Germania 1993 Kroppenstedt - Bebertaler SV. „Oben gegen Unten" heißt es bei diesem Aufeinandertreffen des Aufsteigers aus Kroppenstedt mit dem Bebertaler SV. Die Gäste belegen derzeit den drittletzten Platz in der Bördeoberliga und wollen schnellstmöglich versuchen, weiter nach oben zu klettern, um sich der Abstiegssorgen zu entledigen.

Bebertal erwischt Durststrecke

Zuletzt gelang dem BSV das Punktesammeln recht gut, aus den vergangenen drei Partien nahm man fünf Zähler mit. Davor erlebte die Mannschaft von Sebastian Feist allerdings eine Durststrecke, in der bloß ein Punkt aus fünf Spielen heraussprang, was die Bebertaler überhaupt erst in die aktuelle Situation brachte. Dennoch werden die Gäste gern auf das Hinspiel zurückschauen, als Kroppenstedt in Bebertal mit 4:0 unter die Räder geriet.

Beim SC Germania durchleben die Spieler derzeit auch eine erste kleine Schwächephase in der Bördeoberliga, denn es gilt, drei Pleiten aus den letzten vier Partien zu verarbeiten. „Wir hatten einen sehr holprigen Rückrundenstart, vielleicht auch weil unser Überraschungsmoment nun ein wenig abgeflacht ist“, erklärt Björn Kaczur, Kroppenstedts Trainer.

„Wichtig ist vor allem, dass die Mannschaft den Schalter im Kopf umlegt und wieder versteht, dass auch Zweikämpfe und Einsatzbereitschaft zum Fußball gehören. Mit der spielerischen Leistung können wir ansonsten absolut zufrieden sein“, ergänzt er.

Großes Potenzial bei Bebertal

Kaczur geht am Sonnabend von einer eher defensiv aufgestellten Bebertaler Mannschaft aus, auch wenn er die Offensivqualitäten der Gäste ja schon zu spüren bekam: „Im Hinspiel zeigte sich Bebertal spielerisch sehr stark, der aktuelle Tabellenplatz wundert mich daher auch. Die Truppe hat gegen uns bewiesen, dass großes Potenzial in ihr steckt“, lobt er.

TSV Niederndodeleben - Eilslebener SV. Im Mittelfeld der Tabelle treffen am Sonnabend der TSV Niederndodeleben und der Eilslebener SV aufeinander. Die Gäste, die ursprünglich sechs Punkte aus dem mit drei Spielen vollgepackten Osterwochenende mitnehmen wollten, mussten sich schlussendlich mit nur einem Zähler aus der Begegnung gegen Bülstringen begnügen. Allerdings wurde das Samstagsspiel gegen Hohendodeleben auch in den Mai verlegt, sodass nur zwei Partien stattfanden.

In die Erfolgsspur zurückfinden

In Niederndodeleben möchte Kevin Köhne mit seinem Team aber wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und wie im ersten Aufeinandertreffen der Saison einen Sieg einfahren.

Die Hausherren präsentierten sich zuletzt aber in guter Form und erspielten sich dreimal die maximale Punktausbeute. „Im Hinspiel konnte Niederndodeleben nicht auf ihren Stammtorhüter zurückgreifen, sondern spielte mit einem Feldspieler zwischen den Pfosten, das kam uns zu Gute. Ich glaube, dass uns diese Woche wieder ein sehr schweres Spiel erwartet, denn der TSV spielt sehr abgezockten Fußball. In den letzten Begegnungen hat man immer wieder gesehen, dass uns diese Spielart nicht liegt“, reflektiert Eilslebens Coach Kevin Köhne.

Mit dem vollen Kader möchte Eilsleben am Sonnabend aber dennoch den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen: „Unser Ziel für die nächsten Wochen ist es, den Ligaverbleib so schnell wie möglich zu sichern. Eigentlich möchten wir bis Anfang Mai schon Ruhe haben und dann die Saison entspannt zu Ende bringen können“.

Die weiteren Ansetzungen des 23. Spieltags

Flechtinger SV - SG Bülstringen

Harbker SV Turbine - Blau-Weiß Neuenhofe

SV 1889 Altenweddingen - FSV Barleben II

SV Hohendodeleben - SV Gutenswegen/Klein Ammensleben