Haldensleben l Auf dem Kunstrasenplatz im heimischen Waldstadion fielen gegen den SV Kelbra keine Treffer. Es sollte sich von Beginn an ein sehr intensiv geführtes Spiel entwickeln, das über 90 Minuten sehr zerfahren wirkte und zu keiner Zeit einen richtigen Spielfluss zu Stande kommen ließ. Viele Nickligkeiten, intensiv geführte Zweikämpfe und wenig Torraumszenen gehörten zur Tagesordnung.

HSC bemüht aber ohne Erfolg

Optisch konnte sich der HSC in den ersten 15 Minuten ein leichtes Übergewicht erspielen und kam durch Kaschlaw (7.) bzw. Krüger (9.) zu ersten Torabschlüssen, die aber wenig Gefahr erzeugten. Die beste Chance zur Führung sollte dann abermals Krüger (13.) vergeben. Nach einer schönen Hereingabe von Hasse beförderte Krüger den Ball an die Querlatte. Die Gäste vom SV Kelbra sollten in der 26. Minute zu ihrer besten und zugleich einzigen guten Torchance kommen. Von der Strafraumgrenze kam Steuer (26.) zum Schuss, den aber Uhlmann, der den gelbgesperrten Switala vertrat, sicher entschärfte.

Die restliche erste Halbzeit spielte sich zwischen beiden Strafräumen ab und ernsthafte Torgelegenheiten sollten beide Mannschaften nicht mehr kreieren. So ging es torlos in die Kabinen und auch nach Wiederanpfiff sollte sich das Spiel wenig ändern. Durch unzählige kleine Foulspiele unterbrach Schiedsrichter Kahlert ständig das Spielgeschehen und Strafraumszenen waren absolute Mangelware.

Eine der wenigen Gelegenheiten hatte Krüger (60.) mit seinem Schuss aus 20 Metern, der aber knapp am rechten Pfosten vorbei ging. So tickte die Uhr unaufhaltsam Richtung Abpfiff und erst in den letzten fünf Spielminuten keimte plötzlich Torgefahr auf. Die erste Chance zur Entscheidung sollte der HSC bekommen, durch einen 30 Meter-Freistoß von Girke, den Kelbras Schlussmann Gurniak abklatschen ließ, aber Duda konnte den zweiten Ball nicht verwerten.

Offene Schlussphase

Im Gegenzug kam nach einem Eckball Nosov (87.) völlig frei zum Kopfball und zwang HSC-Keeper Uhlmann zu einer Glanzparade. Wiederum nur zwei Minuten später geriet der HSC durch Ballverlust in einen Konter und wäre beinahe bestraft worden. Der Gästesturm lief in Überzahl Richtung HSC-Tor und Bobeliuk (89.) wurde in letzter Sekunde von Mäde mit einem bärenstarken Tackling am Torschuss gehindert. So hatte der HSC am Ende sogar noch das Glück auf seiner Seite, um wenigstens einen Punkt im Waldstadion zu behalten. Danach pfiff Schiedsrichter Kahlert das Spiel ab und beide Teams trennten sich am Ende mit einem gerechten Remis, das auch über 90 Minuten gesehen keinen Sieger verdient hätte.

„Am Ende müssen wir mit dem 0:0 zufrieden sein. Wir haben vorne momentan einfach zu wenig Durchschlagskraft. Der Kunstrasenplatz kam Kelbra natürlich entgegen, so konnten sie die Räume schön eng machen“, zog Marco Wagner Bilanz. Für den HSC war es das dritte Ligaspiel ohne eigenen Treffer und das vierte ohne Sieg.

Durch das zweite Remis in Folge rangieren die Blau-Gelben auf Platz fünf der Verbandsligatabelle und müssen bereits am Freitag ihr nächstes Spiel bestreiten. Beim VfB Sangerhauen gastiert der HSC um 19 Uhr zum Flutlichtspiel im Friesenstadion.

Statistik

HSC: Uhlmann - Wille, Zimmermann, Schunaew, Krause - Mäde, Siegmund, Krüger (76. Girke), Kaschlaw - Sacher (81. Daxha), Hasse (66. Duda).

Tore: keine.