Oebisfelde l Gegen die bis dato punktgleiche SG Pirna/Heidenau, beide Teams waren mit 8:10 Zählern angetreten, zogen die Allerstädter mit 22:27 (5:10) den Kürzeren. Ein Blick auf den Pausenstand verdeutlicht, an was die Oebisfelder am Sonnabend gescheitert sind und sich ihre sechste Saison-Niederlage eingefangen haben - an der Leistung in der Offensive.

Meinel kritisiert erste Halbzeit

„Was wir im ersten Abschnitt im Angriff abgeliefert haben, war einfach nur schlecht. Diese Niederlage ist sehr schmerzlich, doch wir haben sie uns selbst zuzuschreiben“, sagte nach Abpfiff SVO-Übungsleiter Thomas Meinel und merkte an: „Nicht erst in diesem Spiel haben wir zu oft überhastet die Abschlüsse gesucht. Hinzu kam, dass wir auch klare Möglichkeiten nicht nutzen konnten. Wir haben den SG-Schlussmann berühmt geworfen.“

Dabei standen die Oebisfelder in der Defensive, die erneut mit David Eckert und Nico Bischoff verstärkt wurde, gut. Doch was die Männer um Kapitän Andreas Kalupke im Spiel nach vorn ablieferten, war nicht einmal ein laues Lüftchen. Und das gegen keine Übermannschaft, sondern gegen einen Kontrahenten, der im Prinzip nur seinen Stiefel herunterspielte. Mit Normalform hätte der SVO die Sachsen sicherlich bezwungen.

Noch zur Normalform liefen bei den Oebisfeldern, allerdings auch mit Abstrichen, nur die beiden Torhüter Manuel Weis und Thomas Drese auf.

Fehler im Aufbau

Es lag aber nicht nur an den Defiziten beim Abschluss. Auch im Aufbau leistete sich der SVO einige Patzer. Die Aneinanderreihung von Fehlern begann sofort nach Anpfiff. Die Oebisfelder fanden einfach keine Lösungen, um das Leder im SG-Gehäuse zu platzieren. Folge: Nach neun Minuten lagen die Hallenherren mit 0:4 hinten. Erst in der zehnten Minute gelang dann Florian Kamm das erste SVO-Tor zum 1:4. Ein Zeichen war es nicht. Die Meinel-Sieben agierte bis zum Pausenpfiff in der Offensive trotz einiger Wechsel auf den Positionen weiter harmlos und fehlerhaft und erzielte nur noch vier weitere Treffer. Zur Halbzeit lagen die Hallenherren so mit 5:10 in Rückstand.

Trotz der desolaten Leistung im Angriff war bei den Fans noch Hoffnung angesagt, da es ihrer Mannschaft in der Vergangenheit des Öfteren gelungen war, Rückstände noch zu revidieren.

SVO gibt sich nicht auf

Die Oebisfelder zeigten sich im zweiten Abschnitt auch verbessert und nährten auch die Hoffnung. So konnten Andreas Kalupke, Alexander Vogel und Tim Schroeter von 8:13 auf 11:13 (37.) verkürzen. Doch der mögliche Schritt zum Anschluss oder Ausgleich gelang nicht. Die Sachsen zogen wieder an und banden in Minute 53, Torsten Schneider hatte mit seinem achten Treffer zum 23:16 getroffen, den Sack zu.

Statistik

SV Oebisfelde: Drese, Weis - P. Schliephake (6), Kamm (2), Meinel (2), Vogel (4/2), Kalupke (2), Heidler, Eckert (1, Schroeter (4), D. Schliephake, Bischoff (1), Sauer, Meichsner.

Siebenmeter: 2/2;

Zeitstrafen: 2.