Irxleben l Mit einer überzeugenden Leistung hat sich der SV Irxleben in der Handball-Verbandsliga gegen den gut in die Saison gestarteten LSV 90 Klein Oschersleben durchgesetzt. Am Ende hieß es 31:10 für den Gastgeber.

Dabei gestaltete sich der Beginn des Spiels schwierig. Die offensive Deckung der Gäste sorgte für eine gewisse Verunsicherung, und damit auch für viele technische Fehler. In der Defensive konnte man jedoch von Beginn an die starke Leistung aus der Vorwoche anknüpfen. So dauerte es fünf Minuten, bis der Ball zum ersten Mal den Weg ins Tor fand. Die 0:1-Führung des LSV sollte jedoch auch die letzte Führung der Gastmannschaft darstellen.

SVI über die Defensive zum Erfolg

Immer besser fand die Heimmannschaft nun in die torarme Anfangsphase. Es gelang zunehmend, von der guten Defensive zu profitieren und einfache Treffer über die erste und zweite Welle zu erzielen. Bestärkt durch die Erfolgserlebnisse konnte man nun auch Lösungen im gebundenen Spiel finden. Ganz anders bei den Gästen: Zu keinem Zeitpunkt fanden diese ein Mittel gegen die hervorragend eingestellte Abwehrreihe des SVI.

Deutlich wird die schwache Offensivleistung im ersten Abschnitt auch auf dem Protokoll: Den drei eigenen Treffern standen dort bereits drei vergebene Strafwürfe gegenüber. Zum Teil versuchte der LSV, mit Härte ins Spiel zu finden, und hatte dabei Glück, dass die insgesamt sehr guten Schiedsrichter nicht zur roten Karte griffen.

Nur drei Gegentore zur Halbzeit

Unbeeindruckt von dem Vorgehen des Gegners konnten die Irxleber ihren Vorsprung immer weiter ausbauen. Mit einem beruhigenden 15:3-Vorsprung ging es in die Halbzeitpause. Zu diesem Zeitpunkt schien das Spiel bereits entschieden, die Zuschauer verabschiedeten das Team mit Applaus auf dem Weg in die Kabine. Abgesehen von der Chancenverwertung gab es aus Sicht des Heimteams nicht viel zu verbessern, folglich lautete die Devise: Die Konzentration beibehalten und verhindern, dass der LSV noch einmal ins Spiel findet. Und der LSV wollte sich anscheinend auch noch nicht mit der Niederlage abfinden: Direkt der erste Angriff des zweiten Abschnitts endete mit einem Torerfolg.

Es blieb jedoch bei einem kurzen Aufbäumen. Es gelang zwar ab und an, eine Lösung gegen die Irxleber Defensive zu finden. Der Sieg des SVI geriet jedoch zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Der Abstand wuchs stattdessen immer weiter an.

SVI-Offensivpower nach der Pause

Nun zeigte sich auch deutlich, dass Kräfte und Kampfgeist bei den Gästen schwanden. Davon begünstigt fanden die Irxleber immer besser in das Tempospiel und konnten viele einfache Tore erzielen. So verlief das Spiel in den letzten 20 Minuten ähnlich ereignisarm wie die Anfangsphase. Nachdem man im letzten Spiel bis zum Ende zittern musste, zeigte das Heimteam eine deutliche Leistungssteigerung und fährt einen nie gefährdeten und auch in der Höhe verdienten 31:10-Heimsieg ein. Sieben Minuten vor dem Ende gelang es dem LSV, immerhin eine zweistellige Torausbeute zu erreichen, aber das bleibt wohl der einzige positive Aspekt aus Sicht der Gäste.

Die Heimmannschaft hingegen kann auf einen zufriedenstellenden Saisonstart zurückblicken. Zum ersten Mal seit dem Aufstieg in die Verbandsliga weist man eine positive Punktebilanz auf. Es ist jedoch klar, dass man im weiteren Saisonverlauf deutlich schweren Aufgaben gegenüberstehen wird.

Dazu zählt auch das Rückspiel gegen den heimstarken LSV 90 Klein Oschersleben, der in dieser Begegnung einen rabenschwarzen Tag erwischte und sich dafür mit Sicherheit revanchieren will.

Zunächst steht jedoch eine andere, mindestens ebenso schwere, Auswärtspartie auf dem Programm. In der nächsten Woche reist der SV Irxleben zur SG Seehausen und will dabei an die guten Leistungen der letzten Woche anknüpfen.