Haldensleben l Die Leichtathleten vom Haldensleber SC und Kali Wolmirstedt sollten sich in diesen Tagen eigentlich in ihrer entscheidenden Vorbereitungsphase befinden, doch das Training ist empfindlich gestört.

Das Bild, wie ein Kugelstoßer im heimischen Garten sein Sportgerät auf das frisch gemachte Beet wirft, kann Birger Orlamünde nur ein kurzes Lächeln abringen. Zu ernst ist die Lage. „Für uns sind alle Sportstätten gesperrt, auch das Stadion. Bis auf individuelle Läufe ist nichts möglich,“ sagt er. Der Chef der Leichtathleten beim SV Kali Wolmirstedt steht seinen Schützlingen in diesen Zeiten trotzdem zur Seite. „Natürlich geben wir Tipps, wie man das Training gestalten könnte.“

Entwicklungsmöglichkeiten sind eingeschränkt

Doch die Einschränkungen sind massiv. „Es hat uns, aber alle anderen natürlich auch, hart getroffen. Die Entwicklung der Athleten wird sicherlich ein Stück weit ausgebremst“, schätzt Orlamünde ein. Ob es im Mai, Juni oder Juli wieder Wettkämpfe geben wird, ist für den Samsweger fraglich.

„Normalerweise werden in diesen Wochen die Gewinner für den Sommer gemacht“, unterstreicht Hartmut Baethge die Bedeutung dieser Saisonphase. Beim Haldensleber SC ist die Situation ähnlich wie in Wolmirstedt. „Die Trainingsstätten sind geschlossen, einzig der Fitnessraum, der in eigenem Besitz ist, kann genutzt werden“, erzählt Baethge. Ein Segen, vor allem für die Werfer. Seinen Schützlingen übermittelte der erfahrene Trainer individuelle Pläne, damit die Leistungs- und Formkurve stabil bleibt. „Sie sind angehalten in ganz kleinen Gruppen und mit genügend Abstand ihr Programm außerhalb zu absolvieren.“

Ab und an fahren Hartmut Baethge und Thomas Döde auch zu den Athleten nach Hause. „Besondere Zeiten erfordern halt manchmal auch besondere Maßnahmen“, weiß der Abteilungsleiter.