Haldensleben l  Bis zur vorzeitigen Beendigung der Spielzeit wurden bis zu 15 der 18 auszutragenden Spielen absolviert.

Staffelsieg ohne Makel

Mit 28:0 Punkten und einem Spielverhältnis von 157:55 hat sich TuS Fortschritt Haldensleben nicht nur den Staffelsieg, sondern nach einjähriger Abwesenheit den sofortigen Wiederaufstieg in die Verbandsliga, dem Oberhaus des Landesverbandes gesichert.

Hinsichtlich des Spielzeitabbruchs äußerte sich Haldenslebens Mannschaftskapitän Stefan Graßhoff dahingehend, dass die Gesundheit an oberster Stelle stehe und die sportliche Entscheidung zweitrangig sei.

„Grenzt man das sportliche nun ab, können wir uns bei der Entscheidung die Saison mit dem Tabellenstand von Mitte März abzubrechen nicht beschweren, zumal die schweren Auswärtsspiele in Altenweddingen, Wolmirstedt, Medizin und Börde Magdeburg erst gekommen wären“, so Graßhoff.

Saisonziel war der Wiederaufstieg

In der Hinrunde standen die TuS‘ler am Rande einer Niederlage, als man sowohl von Altenweddingen als auch von Mieste voll gefordert wurde. Der Wiederaufstieg ins sachsen-anhaltische Oberhaus sei aber von Anfang an das Saisonziel der Haldensleber gewesen.

„Eine Lösung zur aktuellen Spielzeit, die es allen recht machen würde, konnte es unter den aktuellen Umständen nicht geben. Ich hoffe, dass es für die Mannschaften die auf Relegationsplätzen zu Auf- und Abstieg und den sogenannten Härtefällen vertretbare Entscheidungen im Sinne des Sports geben wird. Wir hatten nun das Glück vorn zu stehen und freuen uns dementsprechend. Auch wenn man so nicht gewinnen bzw. vorn stehen will,“ brachte Graßhoff die Sache auf den Punkt.

Auch Altenweddingen belohnt sich mit Aufstieg

Martin Hinz, Mannschaftskapitän des SV Altenweddingen, bedauert das abrupte Ende der Saison. „Es wäre natürlich aus sportlicher Sicht besser gewesen, wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte, alle aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallenen Punktspiele noch absolvieren zu können. Da aber die Gesundheit aller Spieler in dieser Ausnahmesituation absoluten Vorrang hat und es auch um die Eindämmung des Virus geht, war der Beschluss zum Abbruch die richtige Entscheidung,“ unterstrich Hinz sein Einverständnis mit der Entscheidung des DTTB und der Landesverbände.

„Verschiebungen wären auf den Auf-und Abstiegsplätzen in der Tabelle ohnehin nicht mehr bis zum regulären Ende der Saison möglich gewesen, so dass es in unserer Liga trotz der Verkürzung zu keinen Ungerechtigkeiten gegenüber den Mannschaften gekommen ist,“ schätzt Hinz ein.

Als Saisonziel hatte sich der Hinz-Sechser Platz eins bis vier auf die Fahne geschrieben. Nachdem mit Platz zwei der Aufstieg in die Verbandsliga nunmehr auch ohne Relegationsturnier gelang, freut sich die Mannschaft in der kommenden Saison in der höchsten Spielklasse des TTVSA zu starten. Für den SVA-Kapitän und seine Mannschaftskameraden war es die spielerisch beste Saison der letzten fünf Jahre.

Wolmirstedt im Mittelfeld, Mahlwinkel steigt

Die Glückwünsche des SVA-Kapitäns gehen an den Staffelsieger nach Haldensleben. Aus eigener Kraft hätten die Sülzetaler den Tabellenführer nicht mehr vom Thron stoßen können. Dennoch machte Hinz keinen Hehl aus der Tatsache, dass man den Haldenslebern gern noch die erste Saisonniederlage beigebracht hätte, aber die Chance dazu nun nicht mehr bestehe.

Für Marcus Wolff sen., Mannschaftskapitän des TTC Wolmirstedt, ist die sportliche Entscheidung ebenfalls zweitrangig. Auch für ihn stehe an erster Stelle die Gesundheit aller Beteiligten. „Sportlich gesehen stehen meiner Meinung nach die beiden stärksten Teams an Position eins und zwei und haben sich somit den Aufstieg verdient. Unser Ziel war von Anfang an der Klassenerhalt. Nach der Hinrunde standen wir bereits im Mittelfeld und konnten somit locker in die zweite Saisonhälfte starten, da wir uns zusätzlich durch eine neue Nummer eins, Timon Christ, verstärkt hatten, blickt Wolff sen. versöhnlich auf das Spieljahr zurück. Timon Christ war zur Halbserie vom TTC Börde Magdeburg zum TTC Wolmirstedt gewechselt, wodurch die Ohrestädter weder etwas mit dem Auf- noch mit dem Abstieg zu tun hatten.

Für den Aufsteiger SV Mahlwinkel wurde die Luft in der zweithöchsten Spielklasse des Landes schon nach der Hinrunde sehr dünn. Bis auf die knappe 7:9-Niederlage gegen Tangermünde zum Saisonbeginn musste man durch die Bank hohe Niederlagen einstecken. Darüber täuschen auch das Remis gegen Medizin Magdeburg in der Rückrunde und die wegen des Spielzeitabbruchs fünf ausgefallenen Spiele nicht hinweg.