Magdeburg. Etwas Mühe hatten am 10. Spieltag der Fußball-Stadtliga die Spitzenmannschaften. Sowohl Roter Stern Sudenburg (1:1 gegen die Handwerk-Reserve) als auch der Fermersleber SV (3:3 gegen den Polizei-SV) mussten sich mit Unentschieden zufrieden geben. Nutznießer waren der FC Zukunft (1:0 gegen den BSV 93) und der HSV Medizin (5:1 gegen Lok Südost), die mit ihren Erfolgen den Punkteabstand verkürzen konnten. Ein Erfolgserlebnis im Kampf gegen den Abstieg feierte Aufbau/Empor Ost durch den 5:2-Heimsieg gegen Olven-stedt II.

Eine Partie mit zwei verschiedenen Hälften boten der VfB Ottersleben II und Aufsteiger SSV Besiegdas. Der erste Abschnitt wurde klar von den Platzherren dominiert, die folgerichtig durch Treffer von Thomas Müller (4.) und Matthias Malchau (10., 30.) mit 3:0 in Front lagen. Doch konnte Besiegdas innerhalb von 13 Minuten nach dem Wiederanpfiff zum 3:3 ausgleichen. Stephan Oeynhausen (49.), Matthias Kahl (52.) und Maik Schröter (58.) nutzten die Schlafwagenphase in der Ottersleber Defensive zum Endstand.

Roter Stern Sudenburg konnte gegen die SG Handwerk II nicht an die Leistung aus der Vorwoche anschließen. Den Gästen reichte eine kompakte Mannschaftsleistung, um die viel zu trägen Angriffsversuche der Sterne zu stoppen. In der ersten Hälfte hatte nur Daniel Tönniges einen Lattenkopfball zu verbuchen. Dieses Bild änderte sich im zweiten Abschnitt nur selten. Die Gastgeber blieben bemüht, aber viel zu umständlich. Die "Handwerker" wehrten sich nach Leibeskräften, mussten aber ab der 70. Minute nach der gelb-roten Karte für Nils Hecker in Unterzahl agieren. Dies schienen die Sterne ausnutzen zu können, denn Robert Grüning gelang acht Minuten vor dem Ende die 1:0-Führung. Doch die Gäste schalteten noch einmal einen Gang hoch. In der Nachspielzeit erzielte Dirk Schneege für die "Handwerker" den umstrittenen Ausgleich.

Mit 5:2 schoss sich Aufbau/Empor Ost gegen Germania Olvenstedt II aus der Krise. Steffen Eisenblätter (9.) und Andy Bauerfeind (20.) konnten die zweimalige AEO-Führung durch Sascha Hack (5.) und Kevin Mohr (17.) ausgleichen. Gegen langsam abbauende Gäste sorgten Marcel Becker (68.), Steven Mohr (77.) und erneut Hack (79.) für die Entscheidung.

Torreich und farbenfroh endete das Duell zwischen dem HSV Medizin und dem ESV Lok Südost, welches die Platzherren mit 5:1 für sich entschieden. In der ersten Hälfte hatten die Platzherren das Geschehen im Griff, führten nach den Treffern von Thomas Fehske (2., 31.) und Fabian Mußel (27.) mit 3:0. Die Lok-Kicker strafften sich in den zweiten 45 Minuten noch einmal, waren trotz der Roten Karte für Alexander Weber (65.) die bessere Mannschaft. Doch erst in der 84. Minute konnte Sascha Bogedein auf 3:1 verkürzen. In der hektischen Schlussphase netzten die Platzherren noch zwei Mal ein. Florian Schubert (88.) und Robert Klauer (90.) erhöhten auf 5:1. HSV-Torschütze Klauer sah in der Nachspielzeit wegen Schiedsrichterbeleidigung noch den Roten Karton.

Durch das "Goldene" Tor von Dennis Meier entschied der FC Zukunft das Heimspiel gegen den BSV 93 mit 1:0 für sich. Bereits in der 26. Minute krönte der Angreifer der Lemsdorfer eine gute erste Hälfte, deren einziger Wermutstropfen die mangelnde Chancenverwertung der Gastgeber war.

Nachdem der Fermersleber SV in der Vorwoche die erste Saisonniederlage hinnehmen mussten und die Tabellenführung verloren, hätten die Südoster mit einem Sieg über den Landesklasse-Absteiger Polizei-SV wieder auf Platz eins zurückkehren können. Letztlich reichte es aber nur zu einem 3:3-Remis, wobei der Ausgleich erst in der Nachspielzeit fiel. Martin Fritzsche (26., 65.) und Sebastian Feuerstack (37.) erzielten die Treffer für die Gäste. Vincent Rasche traf dreimal für den Gastgeber (63., 85., 90.)

Den positiven Trend aus den letzten Spielen konnte die FCM-Dritte mit einem 3:2-Sieg über den MSV 90 Preussen II fortsetzen. Maxim Faber (16.) brachte die Gäste in Front. Sebastian Wendt (30.) und Maurice Lücke (44.) drehten jedoch das Spiel zu Gunsten des Tabellenletzten. Nach der Pause stellten Sebastian Vogel (80., mit einem verwandelten Strafstoß sowie Andreas Behrend (90.) den Endstand her.