In einer packenden Begegnung besiegten die Männer des BSV 93 den SV Langenweddingen am Wochenende mit 33:27 und kehrten an die Spitze der Sachsen-Anhalt-Liga zurück. Die Olvenstedter dominierten vor heimischer Kulisse von Beginn an und führten zur Halbzeit bereits mit sieben Treffern. Ein Beleg dafür, wie hitzig und heiß umkämpft das Spiel dennoch verlief, sind die insgesamt fünf Roten Karten für die BSVer Goldschmidt (29), Bade (41.) und Kamm (41. sowie die Gäste-Akteure Krüger (41.) und Daffend (50.).

Neu-Olvenstedt. Mit dem Anpfiff drückten die Gastgeber auf das Tempo. Aus einer gegenüber den vergangenen Partien deutlich verbesserten, aktiven Abwehr heraus wurden die Angriffsaktionen konzentriert vorgetragen. So führte der BSV rasch 3:0 und baute diesen Vorsprung auf vier Tore aus (5:1).

Bereits früh musste Toptorschütze John Bade mit Verdacht auf Nasenbeinbruch das Parkett verlassen. Dafür sorgten im Anschluss Falko Nowak und Marcel Grüneberg (8 Tore) für die nötige Torgefahr aus dem Rückraum. Mit dem 9:5 war Nowak nach 13 Minuten bereits zum vierten Mal für den BSV erfolgreich.

Nach dem 10:6-Zwischenstand steigerten sich die 93er nochmals. Der Deckungsverband der Hausherren war in dieser Phase schier unüberwindlich. Die wenigen Bälle, die auf das BSV-Gehäuse kamen, waren eine sichere Beute für Florian Fredow, der zudem noch einige klare Chancen des Gegners vereitelte.

Mehr als eine Randnotiz stellte der von Christoph Goldschmidt erzielte Treffer zum zwischenzeitlichen 12:6, das 200. BSV-Tor in dieser Saison, dar. Die Gäste wirkten nun teilweise wie gelähmt und hatten keinerlei Antworten auf die Aktionen der Olvenstedter Sieben parat, so dass diese ihr Polster bis auf 15:6 ausbauen konnte. Beim Stand von 17:10 traten beide Mannschaften den Gang in die Kabinen an.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte blieb der BSV seiner Linie treu. Mit dem 20:10 durch Clemens Draeger, der auf der ungewohnten rechten Außenbahn zum Einsatz kam und im zweiten Abschnitt viermal erfolgreich war, wuchs die Führung der Hausherren bereits auf zehn Tore an.

Beim Stand von 22:13 (41. Minute) kochten plötzlich die Emotionen über und es kam infolgedessen zu tumultartigen Szenen vor dem Gehäuse der Gäste. Nachdem drei Rote Karten verteilt und die Gemüter beruhigt waren, wurde die Begegnung mit "Drei gegen Fünf" aus Gastgebersicht fortgesetzt. Doch selbst diese schwierige Phase meisterte der BSV an diesem Tag beinahe mühelos. Der Vorsprung konnte sogar weiter ausgebaut werden (24:13, 25:14).

Als Langenweddingen die beiden "Halben" danach in Manndeckung nahm, stockte das Spiel des BSV etwas. Des Weiteren leistete man sich kleinere Unkonzentriertheiten in der Abwehr, sodass der Gegner den Abstand auf fünf Tore verkürzte (27:22).

Jedoch fand der BSV nach dieser kurzen Verschnaufpause, auch dank Christian Fredow, der im Tor seinem jüngeren Bruder in Nichts nachstand, zu seinem Spiel zurück. In den letzten zehn Minuten beschränkte sich der BSV darauf, das Ergebnis zu verwalten. Somit konnte man eine äußerst sehenswerte Begegnung letztlich verdient mit 33:27 zu seinen Gunsten gestalten.

BSV 93: Ch. Fredow, F. Fredow – Auerbach, Bade 3/1, Berger 3, Draeger 4, Goldschmidt 2, Grüneberg 8/1, Kamm 2, Nowak 10/5, Pethe 1, Zengerling.