Von Carsten Krüger

Barleben. Für die Zweitliga-Handballerinnen des HSC 2000 Magdeburg brechen schwere Zeiten an. Mit 29:35 (12:15) unterlagen die Elbestädterinnen am Wochenende im Kellerduell der 2. Bundesliga Nord dem SC Greven und warten weiter auf den ersten Saisonsieg.

Beide Mannschaften starteten engagiert in die Partie, wobei Anja Schröder mit einem Doppelpack die anfängliche 4:2-Führung der Gäste ausglich (7. Minute). Bei ständig wechselnder Führung gelang es in dieser Phase des Spiels keiner Mannschaft sich entscheidend abzusetzen, wobei sich den Elbestädterinnen bei eigener 7:6-Führung (16.) mehrfach die Möglichkeit dazu bot, sie aber wiederholt an ihrer guten Ex-Kollegin Pauline Radke im Grevener Tor scheiterten. Bis zum 11:11 (26.) war die Partie noch völlig offen, doch dann nutzten die Gäste drei Unachtsamkeiten des HSC 2000 und enteilten bis zum Pausenpfiff auf 15:12.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Münsterländerinnen ihren Vorsprung schnell auf 17:12 aus (32.). Zwar zeigten sich die Subocz-Schützlinge bemüht, ließen aber zwingende Aktionen in der Offensive vermissen und waren auch in der Deckung zumeist einen Schritt zu spät am Gegenspieler. So hatte die Grevener Führung auch weiterhin Bestand, ehe sich die Bandits über eine aggressivere Deckung wieder zurück ins Spiel kämpften und auch in der Offensive zu überzeugen wussten.

Allen vor an die rechte Angriffsseite konnte durch Anne Hubinger und Victoria Göpel jetzt Torgefahr ausstrahlen, so dass beim Treffer von Göpel zum 20:21-Anschluss wieder Hoffnung bei den Gastgeberinnen aufkeimte (43.). Der HSC konnte bis zum 22:23 (47.) auf Tuchfühlung bleiben, musste danach aber die dritte Zeitstrafe gegen eine stark deckende Beatrice Vogel hinnehmen, so dass der Innenblock fortan arg geschwächt war. Diesen Freiraum nutzte vor allem Nikki Schreuers in der Folgezeit gnadenlos aus und bestrafte das immer passiver werdende Deckungsverhalten der Gastgeberinnen. Ein Doppelschlag von Anna-Maria Jaszczuk zum 22:27 (52.) stellte dann auch wieder die alte Fünf-Tore- Führung her und besiegelte zugleich das Schicksal der Subocz-Sieben. Nikki Schreuers vollendete mit ihrem Treffer zum 29:35-Endstand schließlich die vierte Niederlage in Folge für die Magdeburgerinnen.

HSC 2000: Hofmeister, Bormann – Hubinger 9, Göpel 6, Schröder 5/2, Vogel 3, Hartmann 2, Maue 1, Kracht 1, Seeger 1, Schüler 1, Mendler, Sellaoui.