Leipziger Straße (vs) l Wenn heute ab 15 Uhr im Billardclub Magdeburg die Vorrunden zum Bernd-Friedel-Gedenkturnier beginnen, dann haben sich 45 Teilnehmer für dieses Event eingeschrieben. Der 1. BCM hat damit das größte Starterfeld zusammenbekommen, was je in Deutschland ein Turnier gespielt hat.

Dies allein ist ein Indiz dafür, wie beliebt der am 22. August des vergangenen Jahres verstorbene Bernd Friedel war und wie viele es als Verpflichtung sehen, ihm zu Ehren nach Magdeburg zu kommen.

Das Magdeburger Organisationskomitee, angeführt von Frank Eder, hat ganze Arbeit geleistet. Bis zuletzt werden alle Feinheiten noch abgestimmt, der Billardraum festlich geschmückt, die Schiedsrichter eingeteilt und die Betreuung der anreisenden Gäste vorbereitet.

Schon lange stand fest, dass das Teilnehmerfeld nicht nur groß, sondern auch sportlich hochklassig ist. Praktisch in der Vorbereitung auf zwei Weltcups in Korea und Griechenland wird Dick Jaspers nach Magdeburg kommen. Seit mehr als 13 Jahren zählt er zu den engsten Freunden des Vereins und ist seit drei Jahren Mitglied der 1. Mannschaft, die ab dem 14. September ihren Bundesligaauftakt hat.

Mit Dion Nelin aus Dänemark kommt ein weiterer Weltklassemann an die Elbe. Auch er wurde von Bernd Friedel sozusagen akquiriert und spielt nunmehr seit vier Jahren beim BCM.

Aus Tschechien werden zwölf Teilnehmer erwartet. Alle verbindet eine lange Freundschaft mit Bernd Friedel und dem Magdeburger Club. Radek Novak und Stepan Kohout sind auch in diesem Jahr wieder Mitglied der Bundes-ligamannschaft.

Der Spielplan sieht vor, dass heute und morgen die Vorrunden in 15 Dreiergruppen gespielt werden. In den Gruppen spielt jeder gegen jeden. Am Freitagabend wird dann aus den Gruppenspielen ein Ranking nach dem erzielten Durchschnitt erstellt. Die ersten 16 dieser Rangliste sind für das Hauptturnier qualifiziert.

Am Sonnabend um 10 Uhr beginnt die Hauptrunde im K.o.-System. Am Nachmittag wird es dann noch ein Sponsorentreffen geben und am späten Abend, etwa gegen 21 Uhr, wird das Finale gespielt. Die Besonderheit ist die, dass jede K.o.-Runde neu gelost wird, das heißt, dass mit etwas Glück auch schwächere Spieler ganz weit vorn landen können.

Die größten Favoriten auf den Turniersieg sind ohne Zweifel Jaspers und Nelin. Einen Platz auf dem Siegertreppchen können auch Markus Schönhoff, Christian Zöllner, sowie die beiden tschechischen Spieler Radek Novak und Stepan Kohout erreichen.