Magdeburg. Mit einem 25:24-Zittersieg beim TSV Travemünde haben die Zweitliga-Handballerinnen des HSC 2000 Magdeburg ihre Aufholjagd weiter fortgesetzt. Das Team von Trainer Grzegorz Subocz trennt nach dem dritten Erfolg in Serie nur noch ein Punkt vom rettenden siebten Tabellenplatz, der gleichzeitig die Qualifikation für die eingleisige 2. Liga bedeutet.

Den Grundstein für den überraschenden Auswärtserfolg beim Tabellenvierten legten die Elbestädterinnen mit ihrer besten Saisonleistung bereits in Halbzeit eins, ehe es im zweiten Durchgang noch einmal spannend wurde. Während Ina Seeger mit 8/6 Toren auf Magdeburger Seite zu gefallen wusste, war es beim Gastgeber einmal mehr Anja Krönert, die mit 9/3 Treffern dem Spiel ihren Stempel aufdrückte.

Wenn sich etwas Konstantes durch die diesjährigen Spiele des HSC 2000 zieht, dann die Dramatik. Mit zehn Toren führte das Team am Sonntag bereits zur Halbzeit beim TSV Travemünde, ehe es im zweiten Durchgang noch einmal spannend wurde und die Gastgeberinnen mit dem Schlusssignal fast noch zum Ausgleich kamen. Dabei legten die Magdeburgerinnen einen Auftakt nach Maß hin und führten nach acht Minuten mit 4:0, bauten den Vorsprung bis Mitte der ersten Hälfte auf 8:1 (16.) aus. Grundlage für den bis dato deutlichen Spielstand bildeten in erster Linie eine super Deckungsleistung sowie ein konsequentes Gegenstoßverhalten der Elbestädterinnen, die zudem mit Anne Hofmeister über einen überragenden Rückhalt verfügten.

Zwar gönnten sich die Bandits bis zur 20. Minute fortan eine kurze Verschnaufpause, doch konnten die Gastgeberinnen kein Kapital daraus schlagen. So forcierten die HSC-Damen in den verbleibenden zehn Minuten noch einmal das Tempo und glänzten vor allem in der Offensive mit sehenswerten Kombinationen. Kristin Schüler markierte schließlich zwei Minuten vor der Pause mit ihrem Treffer zum 14:5 die erste Neun-Tore-Führung für die Gäste, die sich dennoch nicht zufrieden gaben und auch weiter drückten. Lohn für die bis dahin beste Saisonleistung war eine hoch verdiente 16:6-Pausenführung, wobei Travemünde nicht den Eindruck erweckte, diesen Rückstand noch einmal drehen zu können.

Nach dem Seitenwechsel gehörten die Anfangsminuten dann jedoch den Raubmöwen, die deutlich aggressiver aus der Pause starteten als die Bandits und nach zwei Treffern auf 8:16 (33.) verkürzen konnten. Zwar fanden auch die Magdeburgerinnen wieder zurück ins Spiel, doch verhinderte im Abschluss fortan der Pfosten mehrfach den Weg ins Tor. Dennoch wussten die Holsteinerinnen diesen Vorteil nicht zu nutzen, so dass es bis zum 11:19 (42.) durch Karleen Hartmann auch weiterhin bei einem deutlichen Vorsprung der Gäste blieb.

Die drohende Niederlage vor Augen, wehrte sich Travemünde nun mit allen Mitteln und wurde für den Einsatz belohnt. Angetrieben vom Publikum zeigten sich die Gastgeber vor allem in der Deckung deutlich stabiler und kamen so vermehrt zu Ballgewinnen. Über die Stationen 15:20 (48.) und 17:22 (52.) konnten sich die Gastgeberinnen bis zum 21:23 (56.) sogar auf zwei Tore herankämpfen und waren kurz vor Ultimo wieder im Spiel.

Den Zuschauern bot sich nun ein superspannendes Finale, in dem die Juhra-Schützlinge in Überzahl eine Minute vor Ende durch Susen Langanke auf 24:25 verkürzen konnten. In Ballbesitz hatten die Bandits nun die Entscheidung in der Hand, mussten aber fünf Sekunden vor Schluss einen Ballverlust hinnehmen, den die Raubmöwen aber trotz siebten Feldspielers nicht mehr zum Ausgleich nutzen konnten.

HSC 2000: Hofmeister – Seeger 8/6, Hubinger 4, Schüler 3, Schröder 3, Vogel 2, Göpel 2, Hartmann, Sachse, Mendler, Bange, Sellaoui.