Magdeburg l Mit Neu-Trainer Geir Sveinsson (51) am Ruder startete der SCM in der Handball-Saison 2014/15 sogar bis auf Rang vier durch. Basis des Aufstiegs war eine unglaubliche Serie von 13 Spielen ohne Niederlage. Kurz vor Ende der Spielzeit in der Bundesliga schnupperten van Olphen & Co. sogar am Champions-League-Platz drei. Zuvor hatten die Magdeburger mit dem Einzug ins Hamburger Pokal-Finale für Furore gesorgt, wo sie erst nach verlorenem Siebenmeterschießen den Flensburgern den Pott überlassen mussten.

Zu diesem Zeitpunkt ahnte allerdings niemand, dass die infolge des Höhenfluges aufsteigende rosarote Seifenblase nur fünf Monate später zerplatzen sollte, der Club auf Rang elf abrutscht und der Cheftrainer seinen Stuhl räumen muss.

„Geir Sveinsson ist es gelungen, bereits im ersten Jahr beim traditionsreichen SCM die Mannschaft auf Platz 4 und ins Final Four nach Hamburg zu führen. Die Mannschaft trägt seine Handschrift. Er fordert viel Eigenverantwortung und findet das richtige Maß zwischen Belastung und Regeneration“, stimmte Steffen Stiebler, der sportliche Leiter des SCM, ein Loblied auf den isländischen Coach an, dessen Vertrag Anfang Juni im Zuge der Euphorie über die beste Saison des SCM seit zehn Jahren vorzeitig verlängert wurde.

Stiebler & Co waren der festen Überzeugung, „dass wir gemeinsam mit Geir Sveinsson in den nächsten Jahren unseren SC Magdeburg weiterentwickeln können“. Das erwies sich bekanntermaßen als Trugschluss.