Magdeburg l Das Endresultat zeichnete sich in den ersten Minuten absolut nicht ab. Bereits in der 3. Spielminute hatten die Gäste die große Chance zur Führung. Moritz Mierisch tauchte nach einen gutem Zuspiel aus dem Mittelfeld frei vor Fortuna-Keeper Steven Raschke auf, der im richtigen Moment rauskam und stark parierte.

Nach sieben Minuten hatten die Mediziner die nächste Möglichkeit, als der Ball nach einem weiten Freistoß in den Fortuna-Strafraum segelte. HSV-Kapitän Tino Schönberg schloss aus kurzer Distanz ab, Raschke konnte aber zur Ecke klären. Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen, die defensiv sehr geordnet agierten und mit hohem Pressing spielten.

Dennoch erarbeiteten sich die Gäste im weiteren Verlauf der ersten Hälfte keine guten Möglichkeiten mehr, auch von Fortuna II kam viel zu wenig. Umso überraschender war der Führungstreffer der Gastgeber in der 37. Minute. Die bis dahin bessere Mannschaft hatte sich in dieser Situation selbst ein Bein gestellt: Ein Ballverlust im Aufbauspiel brach den Medizinern das Genick. Kenny May bekam die Kugel auf der rechten Seite und passte flach in die Mitte zu Huth. Der Stürmer stand goldrichtig und musste den Ball nur noch über die Linie drücken. Die Neustädter stellten den Spielverlauf damit auf den Kopf, bewiesen aber auch durch ihre eiskalte Effektivität, warum sie in der Tabelle so weit oben stehen.

Kurz vor der Halbzeitpause hatten die Mediziner nochmals eine Doppelchance. Nach einer etwas zu kurz geklärten Ecke der Fortuna-Abwehr kam Felix Pirk aus gut 20 Metern direkt zum Schuss. Raschke bekam seine Fingerspitzen noch ran, verhinderte so den Ausgleichstreffer.

Auch die nachfolgende Ecke wurde gefährlich: Johannes Heise köpfte den Ball nur wenige Zentimeter über den Kasten. So blieb es zur Pause beim Stand von 1:0.

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel bekam Huth die nächste Gelegenheit, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins an René Kowalewski im Medizin-Kasten. Der Stürmer hatte sich den langen Ball erlaufen, der Winkel wurde dann jedoch sehr spitz.

Die Mediziner wirkten danach aber ideenlos, waren kaum noch in der Offensive zu finden. Stattdessen hatte Huth zwei weitere Chancen. Zunächst setzte er nach einem Konter einen Lupfer über den Torwart, aber auch knapp neben den Kasten (66.). Kurz danach kam der Stürmer aus 15 Metern zum Schuss, setzte den Ball aber über die Latte (70.).

Nach einigen erfolglosen Versuchen erzielte Huth aber doch noch den Doppelpack und damit die Entscheidung (78.). Der 25-Jährige verwandelte einen direkten Freistoß aus 30 Metern. Huth schlenzte die Kugel an der Mauer vorbei, Kowalewski konnte ein Einschlagen knapp neben dem Pfosten nicht mehr verhindern. Für Huth war es der zwölfte Saisontreffer, die Hälfte davon erzielte er an den vergangenen beiden Spieltagen.