Magdeburg l Dabei wurde die Mannschaft, welche in früheren Jahren als MSV 90 Preussen bereits in der Verbandsliga kickte, in vielen Umfragen als großer Aufstiegsaspirant gehandelt. Auf die Frage, wer die Preussen eigentlich stoppen sollte, meinte Coach Aleaxander Daul aber schon vor der Saison: „Es gibt viele bärenstarke Teams. Irxleben hatte starke Testspielergebnisse, Burg, Wernigerode und Staßfurt werden sicherlich eine gute Rolle spielen. Auch wir Preussen wollen natürlich oben mitspielen, reden aber nicht vom Durchmarsch. Was am Ende rauskommt werden wir sehen.“

Der Coach hatte soweit Recht, dass er mit Irxleben, Staßfurt und Wernigerode drei Teams nannte, die sich letztlich vor den Mannen aus dem Magdeburger Germerstadion platzierten. Allerdings hatte auch Daul den Meister, den SV Westerhausen, nicht auf der Rechnung.

Zwölf Punkte Rückstand

Die Preussen kamen auf 13 Siege, acht Remis und sieben Niederlagen. Das bedeutete letztlich zwölf Punkte Rückstand auf Westerhausen Rang fünf in der Abschlusstabelle.

Dabei startete der Verein zunächst erfolgreich in die Saison, fertigte in der Ausscheidungsrunde des Landespokalwettbewerbes den Ligarivalen aus Förderstedt mit 7:0 ab. Allerdings währte die Freude nicht lange. Aufgrund der nicht ordnungsgemäßen Beantragung des Spielerpasses für Daniel Sommermeyer wurden die Preussen aus dem Pokalwettbewerb geworfen.

Auswirkungen auf den Ligaalltag hatte dies zunächst nicht. Bis zur Winterpause waren die Preussen ein Aufstiegsaspirant, hatten in der bereinigten Tabelle nur zwei Zähler Rückstand auf Westerhausen.

Nur 19 Zähler in der Rückrunde

Doch mit Beginn der Rückrunde, bei typischem Schmuddelwetter, holten die erfolgsverwöhnten Kicker nur 19 Punkte. Das war zu wenig, um noch ein gewichtiges Wort bei der Klärung der Aufstiegsfrage mitsprechen zu können.

So gelang in den ersten sechs Spielen der Rückrunde nur ein Sieg. Dafür verließen die Preussen dreimal den Platz als Verlierer, darunter zu Hause gegen Westerhausen und in Calbe. Danach wechselten sich Siege und Niederlagen in Abständen ab, ohne daß Kontinuität in die Preussen-Reihen einzog.

Zum Ende der Saison gelang nochmals eine positive Bilanz mit vier Siegen und einem Remis in den letzten fünf Spielen. Dabei zeigten sich die Preussen bei 23:10 Toren wieder sehr treffsicher. Doch da war auch das Wetter wieder in Ordnung.