Magdeburg l Eines hat die Hinrunde in der Staffel 2 der Fußball-Landesklasse deutlich gezeigt: Die Liga ist so ausgeglichen wie lange nicht mehr. Zwar gibt es mit dem Burger BC einen Ausreißer nach oben. Ein Pendant im Tabellenkeller fehlt im Vergleich zu den vorigen Spielzeiten jedoch gänzlich. So dürfen sich auch der SV Fortuna II, der 1. FC Magdeburg II und der Post SV noch nicht allzu sicher fühlen.

Dass die Abstiegsränge punktetechnisch derzeit näher sind als Spitzenreiter Burg, stößt bei der Fortunen-Reserve sauer auf. „Zufrieden sind wir mit dieser Hinrunde nicht, können wir bei sechs Niederlagen auch nicht sein“, kommentiert Trainer Denis Einecke.

Die Art und Weise ärgert

Auch Art und Weise einiger Niederlagen ärgern den 33-Jährigen. „Da waren Spiele dabei, die dürfen wir nie und nimmer verlieren.“ Folglich hält sich die Vorfreude auf die Vorbereitung in Grenzen. Als letzte Magdeburger Landesklasseelf steigen die Fortuna-Reservisten erst heute Abend wieder ins Training ein. „Diese lange Winterpause hatten wir nach der harten Weihnachtsfeier aber dringend nötig“, meint Einecke lachend.

Auch vor den vielerorts so gefürchteten Laufeinheiten ist man am Schöppensteg sicher: „Die wird es bei uns nicht geben. Entweder man kann kicken oder nicht.“

FCM tankt Kraft

Weil die Fortunen fest an ihre Qualitäten glauben, wollen sie in der Rückrunde nochmal angreifen. „Der Stadtpokal steht ganz oben im Kurs. Dazu wollen wir noch beste Magdeburger Mannschaft in der Landesklasse-Staffel werden“, erklärt Einecke die Zielstellungen.

Ein gegenteiliges Modell nutzte die FCM-Zweite im Winter: Nachdem sich mit regelmäßigen Spaßeinheiten schon in der Halle fit gehalten wurde, wird inzwischen auch draußen wieder intensiv für die Fitness gepumpt.

Beckmann verletzt

Nicht dabei ist Kapitän Sönke Beckmann, der sich beim Hallenturnier in Calbe am Außenband verletzte und erst einmal pausieren muss. „Natürlich ist die Verletzung bei so einem Event ärgerlich, aber ein Blick auf die Hinrunde muntert mich auf“, so der 29-Jährige.

In dieser überflügelte die von Verletzungen gebeutelte Club-Zweite nämlich die eigenen Erwartungen. „Nach dem verpatzten Start mit nur einem Sieg aus sieben Spielen hatten wir uns zwölf Punkte zum Winter erhofft. Da sind 19 natürlich super“, ist Beckmann hochzufrieden. „Die Mannschaft ist im Laufe der Saison zusammengewachsen und hat gezeigt, dass diese Geschlossenheit unser Schlüssel zum Erfolg ist“, lobt er.

Aufsteiger fühlt sich auf Platz sieben wohl

Bestenfalls will die Club-Zweite schon im Nachholespiel gegen den SV Arminia an die positiven Ergebnisse vom Jahresabschluss anknüpfen: „Ziel ist es, besser in die Rückrunde zu starten, wenngleich das Programm hart wird. Grundlegend würden wir unseren Tabellenplatz gerne bestätigen.“

Eine Zielstellung, die so auch vom Post SV stammen könnte. Auf Platz sieben fühlt sich der Aufsteiger zur Winterpause nämlich wohl. „Wir sind gut in der neuen Liga angekommen“, resümiert Sebastian Pero zufrieden. „Wir brauchten zwar etwas Zeit, um uns an die höhere Spielklasse zu gewöhnen, aber inzwischen haben wir uns gut stabilisiert“, führt der Kapitän der Stadtfelder aus.

Ziel: Mehr Punkte in der Fremde

Obwohl der spielstarke Aufsteiger in der Hinrunde schon so manches Ausrufezeichen setzte, wird an der Spielhagenstraße niemand übermütig. „Uns ist sehr wohl bewusst, dass es nach unten derzeit nur sechs Punkte sind“, warnt Pero, „darauf muss in der Rückrunde unser Hauptaugenmerk liegen.“

Dazu soll es im Frühjahr auch auswärts mehr Punkte geben: „Zu Hause sah das schon richtig gut aus. Aber auf fremden Plätzen haben wir noch zu viel liegen gelassen. Das wollen wir in der zweiten Saisonhälfte mit den bisher gesammelten Erfahrungen gern korrigieren.“