Magdeburg l Der neue Preussen-Trainer Torsten Marks redete auch fast eine Woche nach der blamablen 0:3-Derbyniederlage zum Landesliga-Saisonsstart am vergangenen Freitag beim MSV Börde nicht um den heißen Brei herum, sagt: „Das war ganz klar eine Kopfsache, eine Einstellungsfrage. Obwohl es nach dem knappen Pokalerfolg eine Woche zuvor überhaupt keine Veranlassung dafür gab, gingen einige meiner Spieler viel zu locker in die Partie. Dazu standen die Börde-Akteure bedeutend besser als bei unserem ersten Aufeinandertreffen.“

Trotzreaktion erwartet

Die 0:3-Pleite hinterließ unter der Woche jedenfalls Spuren bei den Adlerträgern. „Das Ding hat gesessen“, meinte Teammanager Klaus-Dieter Theise, um fortzufahren: „Ich erwarte am Freitag gegen Ummendorf eine Reaktion der Mannschaft.“ Das umso mehr, da er die zahlreichen Sponsoren des Vereins nicht nur zum Spiel gegen den Aufsteiger ins Germerstadion eingeladen hat, sondern weil anschließend auch noch ein Spanferkelessen geplant ist. Und das macht sich bei einer erneuten Niederlage nun wirklich nicht gut.

„Der einzige Vorteil ist nun, dass wir nicht mehr die Gejagten, sondern die Jäger sind“, meinte Theise, sieht darin aber einen nur schwachen Trost.

Auch Marks hofft, dass Freitagabend vor allem die Routiniers wie Keeper Ebeling oder Röhl vorangehen, warnt aber zugleich: „Das wird gegen Ummendorf garantiert kein Selbstläufer. Wir müssen aufpassen. Eigentlich haben wir ja sehr gute Fußballer im Team. Aber Einstellung und Können müssen zusammenspielen, sonst wird es nichts.“

Marks wusste vorher schon, welches Anspruchsdenken bei den Preussen herrscht, sagt aber auch: „Ich werde jetzt nicht draufschlagen. Wir haben das Spiel ausgewertet und ich hoffe, die Spieler haben die richtigen Schlussfolgerungen daraus gezogen.“