Magdeburg l Anders als vor zwei Jahren, als Loks Torjäger Benedikt Nellessen (jetzt Hertha Zehlendorf) erst in der 90. Minute mit dem 1:0 das Weiterkommen der Altmärker perfekt machte, waren für die Ottersleber am Sonnabend schon zur Halbzeit gegen den Oberligisten alle Messen gesungen.

Schwenkes schwerer Gang

VfB-Chef Wigbert Schwenke, der unter den über 300 Zuschauern am Schwarzen Weg manch neuen Sponsor sowie seinen CDU-Parteifreund und Ottersleber Mitbürger – Ex-Fifa-Schiedsrichter Bernd Heynemann – begrüßte, konnte einem schon leid tun, als er in der Pause zum MDR-Interview durfte. „Drei Tore sind wir nicht schlechter“, meinte Schwenke beim Gang zur TV-Kamera.

Der schnelle Niklas Buschke über links (17. Minute), Martin Gödecke per Foulstrafstoß (27.) sowie nochmals nach Vorarbeit des flinken Franzosen Kevin Dagnet (33.) sorgten bis dahin für ein beruhigendes 3:0 der Stendaler, die in den entscheidenden Situtionen einfach (gedanklich) schneller und durchsetzungsstärker waren.

Deumelandt dirigiert

Neuzugang Matthias Deumelandt („Ich fühle mich wohl beim VfB, das macht Spaß hier“) versuchte, die Bälle an den Nebenmann zu bringen und selbst den Abschluss zu suchen. Auch Sebastian Guhde zerrte immer wieder an den Ketten, Matthias Dieterichs hatte mehrfach Pech, konnte den keineswegs souveränen Giebichenstein im Lok-Tor aber auch nicht überwinden.

Das verletzungsbedingte Fehlen von Robert Puchowka und Lars Zenker wog doch schwer. Matthias Malchau, der nach dem Spiel in Burg zwei Zähne im Hinterkopf hatte, und Enrico Palm saßen zumindest wieder auf der Bank, kamen aber nicht zum Einsatz.

Auch nach Wiederbeginn lag das Chancenplus bei den Gästen. Vincent Kühn staubte zum 4:0 für die Gäste ab (54.), Gödecke setzte wenig später einen Heber über das Tor.

Dieterichs im Pech

Als dann Dieterichs einen einsatzstark erlaufenen Ball nicht im leeren Tor unterbrachte, Guhde an Giebichenstein scheiterte, stand der klare Gästeerfolg fest. Die letzte Aktion der Begegnung gehörte noch einmal Dieterichs, der nach einem gewonnenen Kopfballduell mit Gödecke das Lok-Tor knapp verfehlte.

„Die zweite Halbzeit war okay, darauf müssen wir aufbauen. Das nächste Spiel ziehen wir“, machte VfB-Coach Mario Katte seinen Schützlingen nach dem Schlusspfiff von Marco Uhlmann Mut für die Ligapartie in Gardelegen.

VfB Ottersleben: Breitmeier – Prenzer, Meyer, Voigt, Neugebauer, Pung (72. Braunert), Purrucker (86. Heinrich), Deumelandt, Guhde (76. Mohr), Dieterichs, Schmidt